Solange der Street-Workout-Park noch nicht fertiggestellt ist, trainiert die Delbrücker Calisthenics-Gruppe auf dem Spielplatz. - © FOTO: HOPPE-BIERMEYER
Solange der Street-Workout-Park noch nicht fertiggestellt ist, trainiert die Delbrücker Calisthenics-Gruppe auf dem Spielplatz. | © FOTO: HOPPE-BIERMEYER

Delbrück Menschliche Flagge am Klettergerüst

Calisthenics Delbrück in Deutschland Vorreiter / Street-Workout-Park auf dem Nordring

Delbrück. Die Planungen für den Street-Workout-Park auf dem Sportgelände am Nordring sind fast abgeschlossen. Geht alles glatt, kann die Anlage Ende September aufgebaut und bereits Anfang/Mitte Oktober genutzt werden. Die inzwischen rund 80 Sportler starke Calisthenics-Gruppe hat dann beste Trainingsmöglichkeiten - und ist damit in Deutschland Vorreiter.

Realisiert wird das Projekt in Delbrück gemeinsam von Stadtsportverband und DJK Delbrück, unterstützt von der Stadt und Sponsoren. Fast jeden Tag werden in Deutschland neue Calisthenics-Gruppen gegründet, was überall fehlt, sind geeignete Trainingsanlagen.

So wie die Delbrücker weichen die meisten Gruppen für ihr Training auf Kinderspielplätze aus. Die Delbrücker Gruppe trifft sich auf dem Spielplatz der Johannes-Grundschule.

Spielgeräte können als Einstieg für verschiedene Calisthenics-Übungen genutzt werden, sind aber eigentlich zu klein und auf Dauer auch nicht für die Belastung ausgelegt. - © FOTO: HOPPE-BIERMEYER
Spielgeräte können als Einstieg für verschiedene Calisthenics-Übungen genutzt werden, sind aber eigentlich zu klein und auf Dauer auch nicht für die Belastung ausgelegt. | © FOTO: HOPPE-BIERMEYER

Die Spielgeräte dort, insbesondere die barren- oder reckähnlichen Spielgeräte, können als Einstieg für verschiedene Calisthenics-Übungen genutzt werden - sind aber eigentlich zu klein und auf Dauer auch nicht für die Belastung eines regelmäßigen Krafttrainings ausgelegt.

Die Delbrücker Calisthenics-Gruppe hat darum mit der Firma playparc aus Willebadessen ein Unternehmen angesprochen, das seit Jahren erfolgreich Spiel- und Bewegungskonzepte im öffentlichen Raum entwickelt und umsetzt, zum Beispiel gerade erst im Paderborner Ahorn Sportpark. Das Unternehmen sieht in Calisthenics einen Trend, der schnell den Bedarf nach geeigneten Sportanlagen nach sich ziehen wird - vergleichbar mit den Skateranlagen vor einigen Jahren.

Die Delbrücker Sportler haben sich mit den Technikern des Unternehmens zusammengesetzt und gemeinsam einen Street-Workout-Park entwickelt, der jetzt als Prototyp in Delbrück realisiert wird. Für beide Seiten ist das von Vorteil. Das Unternehmen erfährt wie sich Sportler einen Street-Workout-Park wünschen und die Delbrücker bekommen mit einem "Entwicklerrabatt" einen Street-Workout-Park ganz nach ihren Wünschen.

Die Flag (Flagge) gehört zu den schwersten Calisthenics-Übungen. - © FOTO: HOPPE-BIERMEYER
Die Flag (Flagge) gehört zu den schwersten Calisthenics-Übungen. | © FOTO: HOPPE-BIERMEYER

Finanziert wird der Park durch einen Zuschuss der Stadt und durch Spenden. Die Stadtsparkasse Delbrück hat etwa den Sportförderpreis dazugegeben und der Baustoffmarkt Happe spendet rund 60 Tonnen Fallschutz-Kies (40 Kubikmeter). Es ist zwar noch eine Finanzierungslücke da, für die erst einmal die DJK Graf Sporck Delbrück einspringt, die aber hoffentlich "schnell durch weitere Sponsoren geschlossen werden kann", ist DJK-Vorsitzender Rudolf Fraune zuversichtlich. Motivation der DJK Delbrück ist es, mit Calisthenics eine neue Sportart in Delbrück einzuführen und mit diesem Sport auch junge Menschen anzusprechen, die nicht zu den klassischen Sportverein-Mitgliedern zählen.

Beim Aufbau des Parks wollen die Sportler selbst mit anpacken. "Nur weil so viele Kräfte hier gemeinsam ein Ziel verfolgen, kann das in Delbrück so schnell und unbürokratisch realisiert werden. Das passt zur Sportstadt Delbrück", freut sich Stadtsportverbandsvorsitzender Bernhard Hoppe-Biermeyer.

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