Flughafen-Prokurist Roland Hüser, der Leiter der Betriebs- und Bodendienste Thomas Keck, der Leiter der Betriebsfeuerwehr Gerd Henke und Aufsichtsratsvorsitzende Reinold Stücke stellen die Einsatzkräfte am Airport neu auf. - © FOTO: KATHARINA GEORGI
Flughafen-Prokurist Roland Hüser, der Leiter der Betriebs- und Bodendienste Thomas Keck, der Leiter der Betriebsfeuerwehr Gerd Henke und Aufsichtsratsvorsitzende Reinold Stücke stellen die Einsatzkräfte am Airport neu auf. | © FOTO: KATHARINA GEORGI

Arbeitsverträge für die Airport-Wehr werden geändert Feuerwehr muss anpacken

Arbeitsverträge für die Airport-Wehr werden geändert

VON KATHARINA GEORGI

Büren-Ahden. Für 19 Feuerwehrleute des Paderborner Flughafens und ihre Familien ändert sich ab 2014 der Alltag: Ihre Verträge werden zum 31. Dezember änderungsgekündigt. Diese Maßnahme soll Geld in fünfstelliger Höhe einsparen.

"Bisher kamen die Männer im 24-Stunden-Dienst immer zweieinhalb Tage in der Woche, die restlichen Tage hatten sie frei. Künftig werden sie fünf Tage hier sein und im Schichtdienst arbeiten", erklärt der Aufsichtsratsvorsitzende Reinold Stücke. Bereits im Herbst 2012 habe man erste Gespräche mit dem Personal geführt und diese vor Wochen intensiviert.

"Wir versuchen möglichst im Einvernehmen mit allen eine Lösung zu finden", fügte er hinzu. Allerdings sind sich Flughafenleitung, Betriebsrat und die Gewerkschaften noch nicht einig geworden. Die Änderungskündigung habe dennoch schon jetzt rausgeschickt werden müssen, so Stücke, damit sich die Verträge nicht ins neue Jahr verlängern.

Vier Feuerwehrleute sind beim 24-Stunden-Dienst im Airport Forum am Rande des Flughafens untergebracht. Dort stehen auch die Fahrzeuge, die im Einsatz innerhalb von drei Minuten an der Gefahrenstelle sein müssen. Am Forum sind sie in steter Bereitschaft und erledigen Aufgaben wie die Kontrolle von Fahrzeugen oder Warenanlieferungen. Künftig sollen sie noch mehr in die Arbeit der Betriebs- und Bodenverkehrsdienste eingebunden werden und bei der Abfertigung der Flugzeuge helfen. "Dazu gehört beispielsweise das Be- und Entladen, das Auffüllen des Frischwassers oder das Heranfahren der Treppen", erläutert Thomas Keck, Leiter dieser Dienste.

Für diese strukturelle Umgestaltung ziehen die Feuerwehrmänner vom Forum zum Terminal und werden dort untergebracht. Die Löschzüge werden folgen und auf einer freien Fläche direkt neben dem Termin-Gebäude untergebracht. "Wir bringen die Autos zur Arbeit", sagte Keck. Vorerst solle eine beheizbare Zeltlösung die Löschzüge durch den Winter bringen. "Bei anderen Flughäfen dieser Größenordnung ist das nicht ungewöhnlich", fügt Roland Hüser, Prokurist des Flughafens, hinzu.

Die 19 betroffenen Feuerwehrmänner müssen sich auf neue Schichtdienste und fünf Arbeitstage in der Woche einlassen. Finanzielle Einbußen sollen sie dabei nicht haben. "Es erfolgt keine Umgruppierung. Allerdings fällt die Erschwerniszulage weg. Andere Zulagen für das Bodenpersonal werden dies aber annähernd auffangen", so Stücke.

Durch die Umstrukturierung muss der Flughafen in der Sommersaison keine zusätzlichen Aushilfen mehr einstellen, so dass ein fünfstelliger Betrag eingespart werden soll. "Es ist uns wichtig, die Arbeitsplätze zu sichern", so Hüser. Die Maßnahme wurde der Bezirksregierung in Münster vorgelegt. "Es gab weder mündlich noch schriftlich Einwände", so Gerd Henke, Leiter der Betriebsfeuerwehr. Auch er selbst ist von der Umstrukturierung betroffen und unterliegt künftig dem Schichtdienst.

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