An und in der Bürener Jesuitenkirche sind im August vergangenen Jahres erhebliche Schäden festgestellt worden. - © FOTO: KARL FINKE
An und in der Bürener Jesuitenkirche sind im August vergangenen Jahres erhebliche Schäden festgestellt worden. | © FOTO: KARL FINKE

Büren Bürener warten aufs Geld für die Kirche

Vor einem Jahr wurden umfangreiche Schäden an Dach und Fassade öffentlich

VON KARL FINKE

Büren. Die Fassade der barocken Jesuitenkirche bröckelt – schon im vergangenen Sommer 2012 ist dies bemerkt worden. Und durch die Kuppel dringt Wasser ins Innere des Kirchenschiffes. Den Schaden hat ein Dachdecker notdürftig gesichert.

Der vordere Eingang mit einem Gerüst überdacht worden – Sanierung bislang Fehlanzeige. "Die Bezirksregierung in Detmold wartet auf Düsseldorf", sagt Architekt Albert Henne (Höxter) über die Zuständigkeit für die Reparatur der Maria Immakulata Kirche. Sie gehört zum Haus Bürenschen Fonds, einem Sondervermögen der Landesregierung, zu dem auch das angrenzende Mauritiusgymnasium, zahlreiche Wald- und Ackerflächen sowie Wohnimmobilien zählen.

Weil der Haushalt 2013 der Landesregierung erst im Mai verabschiedet worden ist, wurden dort viele finanzielle Entscheidungen verschoben. "Der Sanierungsplan liegt vor", sagt eine Sprecherin der Bezirksregierung in Detmold, "es geht jetzt um die Finanzierung." Die Maßnahme an der Jesuitenkirche zähle zudem als "überplanmäßige Ausgabe". Man befinde sich in Gesprächen mit dem Finanzministerium und sei "guter Hoffnung", in Bälde eine Zusage zu erhalten.

Das Sanierungsvolumen beträgt nach Informationen der Neuen Westfälischen rund eine halbe Million Euro. Allein der Aufbau eines entsprechenden Außengerüstes für die Arbeiten ist laut Architekt Henne nicht zu unterschätzen. Ein solches muss bis zur Kuppel und auch am barocken Front-Giebel errichtet werden.

Durch die schon seit einiger Zeit entstandenen Feuchteschäden sind Restaurierungsarbeiten an den Malereien im Innern der Kuppel erforderlich geworden. "Da muss man dran", sieht Henne hier unabweisbare Erfordernisse. "Ich kann die Arbeiten nicht ausschreiben", so Henne, "weil ich erst wissen muss, wie viel Geld das Land insgesamt zur Verfügung stellt."

Sollte die Zusage aus Düsseldorf noch einige Zeit auf sich warten lassen, könnte es für einen möglichen Beginn und Abschluss der Arbeiten sogar in diesem Jahr noch eng werden.

Copyright © Neue Westfälische 2018
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group