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Spaß aus Skandinavien: Ganz schön verrückt: Das Trio Pest & Cholera gibt sich ganz schön schräg. - © Andreas Götte
Spaß aus Skandinavien: Ganz schön verrückt: Das Trio Pest & Cholera gibt sich ganz schön schräg. | © Andreas Götte

Büren Zeitreise ins Mittelalter beim Moritzmarkt in Büren

400 Gaukler, Spielleute, Handwerker und Händler erzeugen in den Almeauen eine historische Kulisse

Andreas Götte
28.09.2019 | Stand 29.09.2019, 15:59 Uhr |

Büren. Wenn mehr als 400 Gaukler, Spielleute, Handwerker und Händler in den Bürener Almeauen vor historischer Kulisse für Spektakel sorgen, eine kleine, aber feine Kirmes in der Innenstadt für Unterhaltung sorgt und ganz viel Live-Musik zum Mitsingen und Mittanzen animiert, ist in Büren neuerdings Moritzmarkt. Zum zweiten Mal stellten die Bürener den Nachfolger des früheren Oktobermarktes vor. Und weil der Bürener Fanfarenzug Prinz Regent auch noch sein 60-jähriges Bestehen unter anderem mit vielen Partnervereinen aus der Umgebung und auch aus den Niederlanden feierte, gab es zudem einen Sternmarsch durch die Innenstadt mit flotter Marschmusik. Beim Fassbieranstich gibt es Jubel-Rufe Für den Fassbieranstich zur offiziellen Eröffnung hatte sich Bürgermeister Burkhard Schwuchow mit Oskar von Bohuszewicz als Moritz-Darsteller Hilfe an seine Seite geholt. Nach wenigen Schlägen floss das Bier in Strömen. Wie es sich für einen historischen Markt anno 1195 - dem Jahr, als das Dorf Buranon in eine Stadt umgewandelt wurde - gehört, gab es bei seiner Rede die typischen mittelalterlichen Jubel-Rufe. „Das werde ich mir für den Rat merken", stellte Schwuchow gut gelaunt fest, der den Fanfarenzug Prinz Regent als eines der musikalischen Aushängeschilder Bürens lobte. Dem von Jesuiten erzogenen Moritz von Büren "ist es zu verdanken, dass Büren ein großer Schul- und Verwaltungsstandort wurde", gab Oskar von Bohuszewicz einen kurzen Einblick in Bürens Geschichte. Während es in den beschaulichen Almeauen bei Schwertkämpfen und Ritterspielen nicht immer beschaulich zuging, war die Lage auf dem Marktplatz bei der vielleicht längsten Kuchentheke Bürens der Katholischen Frauengemeinschaft deutlich entspannter. „Der Mittelalter-Markt belebt das Fest. Auch den Sternmarsch der Musikgruppen durch die Stadt finde ich gut", meint Besucher Arno Schreckenberg aus Büren. Von dem Trubel in den Almeauen ließ sich ein Mittelalter-Fan aus Bielefeld nicht aus der Ruhe bringen. Jörg Ratz schnitzte in seinem Zelt ganz gemütlich an seinem Bogen. „Es ist einfach herrlich, hier in Ruhe Holz zu schnitzen und dabei nette Leute zu treffen", freut sich Ratz.

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