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Heerlager: Zahlreiche Schausteller sind zur Eröffnung des Mittelaltermarkts in Büren angereist. An den Almeauen sammeln sie sich, um die Besucher in eine andere Zeit zu entführen. - © Moritz Jülich
Heerlager: Zahlreiche Schausteller sind zur Eröffnung des Mittelaltermarkts in Büren angereist. An den Almeauen sammeln sie sich, um die Besucher in eine andere Zeit zu entführen. | © Moritz Jülich

Büren Mittelalterliche Stimmung beim Bürener Moritzmarkt

Zahlreiche Freiwillige führen in der Stadt ihre alten Künste vor. Welche Darbietungen am Wochenende auf dem Programm stehen

Moritz Jülich
27.09.2019 | Stand 27.09.2019, 19:04 Uhr

Büren. Der Kontrast ist groß, wenn Besucher vom bunten Kirmestreiben in der Bürener Innenstadt den Mittelaltermarkt betreten. Bis ins Jahr 1195 werden sie zurückversetzt. Damals wurde Büren offiziell gegründet. Jetzt, über 800 Jahre später, lassen knapp 400 Teilnehmer das Mittelalter in der Stadt wieder lebendig werden. Unter dem Namen "Anno 1195" wurden zum diesjährigen Moritzmarkt ein buntes Programm an Schaustellern, Handwerkern und Marktständen organisiert. Der Mittelaltermarkt bestehe laut Organisator Norbert Morkus aus einem so genannten Heerlager, in dem mittelalterliches Handwerk vorgeführt wird, und einem Marktgebiet, an dem thematisch passende Speisen und Getränke verkauft werden. Die Teilnehmer im Heerlager seien zu großen Teilen Freiwillige, die als Hobby regelmäßig ihre Künste auf Veranstaltungen wie Mittelaltermärkten demonstrieren. Mit dabei sind Schmiede, Färber, Wollspinner oder auch Experten, die auf historische Art und Weise Salz gewinnen. Der "Wahnsinn auf sechs Beinen" kommt in die Stadt Weiterhin geplant sei laut Morkus mittelalterliche Musik, beispielsweise von "Absolum" aus Delbrück oder "Klang-Inferno" aus dem Vorharz. Der Auftritt vieler weiterer Schausteller und Spielleute, Hexen, Jongleure und mittelalterlicher Rittergruppen steht ebenfalls auf dem Programm. Diese messen sich später auch im Schwertkampf. "Außerdem haben wir den Wahnsinn auf sechs Beinen in der Stadt", so Morkus. Gemeint ist die schwedische Gruppe "Pest und Cholera", die mit komödiantischen Elementen und anderen Kunststücken wie Jonglieren oder Feuerspucken die Besucher unterhalten. Die Resonanz sei bisher gut. "Wir erwarten einen großen Zulauf aus der Mittelalter-Szene", so Morkus. Außerdem fand am Freitag der große Moritzabend statt. Dies ist ein geselliges Beisammensein im Festzelt in den Almeauen, an dem unter anderem der Bürgermeister von Büren gespannt einigen thematischen Vorträgen lauschen konnte, abgerundet durch mittelalterlich angehauchte Verpflegung.

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