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Transparente wollte die AfD im Zuschauerraum nicht zulassen, deshalb gab es Diskussionen mit den Demonstranten. - © Uwe Müller
Transparente wollte die AfD im Zuschauerraum nicht zulassen, deshalb gab es Diskussionen mit den Demonstranten. | © Uwe Müller

Büren Mehr Demonstranten als Zuhörer bei AfD-Veranstaltung in Büren

Uwe Müller
18.04.2019 | Stand 18.04.2019, 20:24 Uhr

Büren. Die Demonstration gegen die Kundgebung der AfD im Bürener Bürgersaal am Donnerstagabend war aus Sicht der im Stadtrat vertretenen Parteien ein Erfolg. Die gut 100 Teilnehmer hatten mit Transparenten, Roten Karten und Trillerpfeifen in der Burgstraße ihre Meinung zur Alternative für Deutschland eindeutig gezeigt. Im Saal, wo drei auswärtige AfD-Politiker ab 18.30 Uhr sprechen sollten, waren um 18.45 Uhr keine zehn Zuhörer. „Das ist schon etwas enttäuschend. Die Demo hält schon den einen oder anderen davon ab. Die Leute von draußen sind aber willkommen, sich das anzuhören und mit uns friedlich zu diskutieren", sagte der Vorsitzende der Kreis-AfD Karl-Heinz Tegethoff, der vor dem Einlass mit vielen Demonstranten diskutierte. Grund: die Ordner wollten keine Zuhörer mit Transparenten reinlassen. Reinhold Zühlke, Stadtverbandsvorsitzender der Grünen, war zufrieden mit der Resonanz und auch Peter Gede, katholischer Pfarrer in Büren, war dabei. „Die Flüchtlingspolitik der AfD kann ich nicht ertragen, daher war ich sofort bereit mitzumachen. Ich möchte nicht, dass eine rechte Partei an Zulauf gewinnt, gerade in Bezug auf die Europawahl", so Gede, der mit einem Bibelzitat aus den üblichen Transparenten hervorstach: „Der Fremde soll euch wie ein Einheimischer gelten!"

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