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Verkehrsanbindung: Im Gewerbegebiet am Flughafen in Ahden könnte das Zentrallager von Chefs Culinar Platz finden. - © Johannes Büttner
Verkehrsanbindung: Im Gewerbegebiet am Flughafen in Ahden könnte das Zentrallager von Chefs Culinar Platz finden. | © Johannes Büttner

Büren Chefs Culinar bekennt sich zum Standort Büren

Gewerbegebiet Flughafen: Trotz des Planungsstopps am Kapellenberg will der Investor sein riesiges Zentrallager errichten. Der Geschäftsführer sieht Politik und Verwaltung in der Pflicht

Jens Reddeker
27.03.2019 | Stand 27.03.2019, 15:44 Uhr

Büren/Weeze. Trotz der offenbar nicht realisierbaren Planung am Kapellenberg, will die Stadt Büren dem Investor Chefs Culinar einen neuen roten Teppich ausrollen. Eifrig wird an einer Lösung gearbeitet, um dem Lebensmittelgroßhändler für den geplanten Bau eines riesigen Zentrallagers einen alternativen Standort anbieten zu können - und damit weitere Arbeitsplätze in die Stadt zu holen. Diese Bemühungen, die sich derzeit nach NW-Informationen auf eine Erweiterung des Gewerbegebietes am Flughafen konzentrieren, registriert der Investor mit Wohlwollen. Obwohl der zu geringe Abstand von Windrädern zum Bauvorhaben am Kapellenberg den im Sommer 2018 öffentlich gemachten Ideen einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, lässt das Unternehmen mit Sitz im niederrheinischen Weeze die Stadt Büren derzeit nicht fallen. Am Tag nach Bekanntwerden der Planänderungen sagt Chefs-Culinar-Geschäftsführer Christian Moll im Gespräch mit der NW: "Unser Interesse und unser Ziel ist es weiterhin, ein Zentrallager in Büren zu errichten." Details der aktuellen Gespräche mit den Bürenern möchte Moll nicht kommentieren. Noch ist in Büren der Plan B für den Großinvestor auch nicht unter Dach und Fach. Unter anderem wird am Donnerstag im nichtöffentlichen Teil der Stadtratssitzung (ab 18.30 Uhr, Bürgersaal) über einen "Flächentausch zur Entwicklung gewerblicher Flächen am Paderborn/Lippstadt Airport" debattiert. Weitere Informationen zum aktuellen Sachstand gibt es von der Stadt Büren derzeit nicht. Auf NW-Anfragen kam keine Reaktion aus der Verwaltung. Details müssten angepasst werden Zur Lösung soll wohl Georg Freiherr von und zu Brenken beitragen, der Flächen westlich des Gewerbegebietes am Airport in Ahden besitzt. Am Kapellenberg standen für Chefs Culinar 120.000 Quadratmeter Grundstück bereit. Am neuen Standort wird sich der Bedarf des Unternehmens in ähnlicher Größenordnung bewegen - auch wenn Geschäftsführer Moll sagt, dass Details einer ursprünglichen Planung immer an den neuen Standort angepasst werden müssten. Die ersten Pläne sahen ein Gebäude von 400 Mal 300 Metern vor. Moll und seine Kollegen in Weeze warten nun erstmal ab, wie die Stadt das Bauleitplanverfahren angeht. Er sagt aber: "Wir sind optimistisch, dass es zu einer Lösung führen wird." Es seien durch Stadtverwaltung und Politik in dieser Sache aktuell "viele Themen zu klären." Auf Dauer sei ein solches Projekt nur erfolgreich, wenn es "im Konsens mit allen Beteiligten" organisiert werde, orakelt der Manager. Eines ist jedoch gewiss: durch die über den Haufen geworfenen Planungen des 15-Millionen-Euro-Projektes wird Chefs Culinar das ursprüngliche Ziel eines Spatenstichs im Jahr 2019 wohl nicht einhalten können. "Das ist dann nicht mehr realistisch", sagt auch Chef-Culinar-Geschäftsführer Moll.

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