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Blick vom Balkon des Hauses Michels: Eine komplette (Front) Ansicht der Bürener Synagoge ist bislang nicht bekannt. - © Stadtarchiv Büren
Blick vom Balkon des Hauses Michels: Eine komplette (Front) Ansicht der Bürener Synagoge ist bislang nicht bekannt. | © Stadtarchiv Büren

Büren Als vor 80 Jahren die Synagoge in Büren angezündet wurde

Was am Abend des 9. November 1938 begann, ist in einigen Facetten bekannt. Der Weg bis zu einem Mahnmal war lang und er gelang nicht in allen Schritten

Karl Finke
09.11.2018 , 13:00 Uhr

Büren. Der Bürener Paul Vormann (95) stand am Morgen des 10. November 1938 vor der schon „ramponierten" Bürener Synagoge – unter etwa 100 Schaulustigen, so seine Erinnerung im Gespräch mit nw.de. Der damals 15-Jährige erinnert sich an den „denkwürdigen Tag" und seinen damaligen Weg aus der Ringstraße zur Schule gut, weil er später „die Hucke voll bekam". Der Schüler hatte vor dem Gotteshaus die Patronenhülse eines Karabiners aufgehoben und sie dem vor Ort anwesenden Verantwortlichen der nationalsozialistischen Schutzstaffel (SS), beruflich Chauffeur der Kreisverwaltung, ausgehändigt. Diese Beobachtung habe jemand an seinen Vater weitergegeben – mit der Folge der Bestrafung.