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Allesfresser: Waschbären dürfen vom 1. September bis 28. Januar bejagt werden. - © pixabay
Allesfresser: Waschbären dürfen vom 1. September bis 28. Januar bejagt werden. | © pixabay

Büren Waschbär am Paderborner Flughafen erschlagen: Ermittlungen eingestellt

Im September tötete ein Mann das Tier mit einer Eisenstange, die er zuvor von einem Polizisten ausgehändigt bekommen hatte

Katharina Thiel
23.10.2018 | Stand 23.10.2018, 16:30 Uhr

Büren-Ahden. Die Ermittlungen gegen den Mann, der Mitte September am Flughafen Paderborn/Lippstadt einen Waschbär mit einer Eisenstange erschlagen hat, wurden eingestellt. Das bestätigte Oberstaatsanwalt Christoph Zielke auf Nachfrage der Neuen Westfälischen. Auch der Polizist, der dem Flughafen-Besucher das Werkzeug gegeben hatte, wird nicht weiter belangt. Drei Frauen aus einem Tierschutzverein im Kreis Paderborn hatten Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gestellt. Aus zwei Gründen sei "von der Einleitung eines Strafverfahrens abzusehen", erklärt Zielke. Im Einsatzbericht der Polizei heiße es, dass das Tier "desorientiert" gewesen sei und einen kranken Eindruck gemacht habe. Der Waschbär soll nach dem Schlag mit der Eisenstange "von seinen Leiden erlöst" und sofort tot gewesen sein. "Widerlegen kann man das nicht", sagt Zielke. Der Kadaver wurde bereits entsorgt. Waschbären dürfen bejagt werden "Nach der Jagdzeitenverordnung NRW dürfen Waschbären vom 1. September bis 28. Februar bejagt werden. Die Jungwaschbären sind ganzjährig bejagbar. Diese Regelung gilt für Jagdbezirke", hatte der Kreis Paderborn als Untere Jagdbehörde auf Nachfrage im September geantwortet. Zum Bereich des Flughafens zähle demnach auch das Parkhaus. Dass die betroffenen Personen jedoch auch wussten, dass sie sich in einem Jagdrevier aufhalten und Waschbären nur von Jagdberechtigten bejagt werden dürfen, könne man ihnen nicht nachweisen, erklärt der Oberstaatsanwalt.

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