Vorstand und Gäste: (v. l.) Herbert Peuker (Stadtsportverband), Ellen Köchling (Aeroclub), Franz Berg (SSV), Christian Bambeck (stellvertretender Bürgermeister), Alfons Hillebrand (Aeroclub), Albert Münster (VB Brilon-Büren-Salzkotten), Hans-Bernd Janzen (stellvertretender Landrat), Stefan Klett (Präsident Landesverband), Vorsitzender Johannes Schäfer und Boris Langanke (Geschäftsführender Landesverband) sowie (vorne) Thomas Schulte (Aeroclub). - © Johannes Büttner
Vorstand und Gäste: (v. l.) Herbert Peuker (Stadtsportverband), Ellen Köchling (Aeroclub), Franz Berg (SSV), Christian Bambeck (stellvertretender Bürgermeister), Alfons Hillebrand (Aeroclub), Albert Münster (VB Brilon-Büren-Salzkotten), Hans-Bernd Janzen (stellvertretender Landrat), Stefan Klett (Präsident Landesverband), Vorsitzender Johannes Schäfer und Boris Langanke (Geschäftsführender Landesverband) sowie (vorne) Thomas Schulte (Aeroclub). | © Johannes Büttner

Büren Aero-Club Büren feiert 50-jähriges Bestehen

Verein zählt über 140 Flugbegeisterte. Die zunehmende Zahl an Windrädern rund um das Vereinsgelände bereitet den Mitgliedern Sorgen

Johannes Büttner

Büren. Sie sind oft abgehoben und doch immer auf den Boden geblieben. Seit 50 Jahren gibt es den Flugplatz in Büren und seit 50 Jahren auch den Aero-Club Büren. Jetzt feierte der über 140 Mitglieder zählende Club sein Jubiläum. "Gemeinschaftssinn und gegenseitiges Vertrauen ist die Grundlage für den Sport der himmelwärts begeistert", sagte Clubchef Johannes Schäfer. Hannes, wie sie ihn im Verein liebevoll nennen, ist aber nicht nur der Mann an der Spitze des Clubs. Er ist auch ein Kämpfer für den Verein und seine Mitglieder. Sorgen um zunehmende Zahl an Windrädern Besonders die zunehmende Zahl an Windrädern rund um das Vereinsgelände am Schwalenberg macht Sorgen. Unterstützung erhielt Schäfer beim offiziellen Jubiläumsauftakt vom Präsidenten des Landesverbandes der Flugsportfreunde NRW, Stefan Klett. "Das Problem mit den Windrädern wird von uns sehr ernst genommen. Wir stehen in intensiven Gesprächen mit dem Verkehrs- und Wirtschaftsministerium, wobei die Situation in Büren als Negativbeispiel uns Argumente liefert", sagte Klett, der auch in seiner Funktion des stellvertretender Vorsitzender des Landessportbundes an Kreis und Stadt appelliert, hinzuhören, was Anwohner und Nutzer fordern. "Es gilt hier die Interessen abzuwägen", sagte Klett. In den 200 Vereinen sind in NRW gut 16.000 Flugsportler organisiert. Insbesondere die Jugendarbeit hat hier einen hohen Stellenwert. Viele Jugendliche finden hier die Basis für ihren späteren beruflichen Werdegang bis hin zum Piloten oder in der Raumfahrttechnik. Darüber hinaus wird aber auch die Gemeinschaft sehr hoch gehandelt. "Im Aero-Club Büren wird ein familienverbindender Sport betrieben", lobte Bürens stellvertretender Bürgermeister Christian Bambeck, und die Stadt sei stolz darauf, ihn in Büren zu haben. Dass mit Bambeck und dem stellvertretenden Landrat Hans-Bernd Janzen gleich zwei ehemalige Fallschirmspringer als Repräsentanten der Stadt und des Kreis Paderborn die Grußworte sprachen, war wohl eher ein Zufall. Gleichzeitig war es aber auch ein Indiz dafür, dass Bewegen in den Lüften verbindet. Ehrenmitglieder der ersten Stunde Zu den Mitgliedern der ersten Stunde des Bürener Aero-Club gehörten, neben dem kürzlich verstorbenen Ehrenvorsitzenden Christian Meindel, an den bei den Jubiläumsfeierlichkeiten besonders gedacht wurde und dessen Leistungen eine besondere Würdigung erhielten, Bernhard Köchling, Hans-Georg Jüptner und Herbert Kurze. Sie wurden besonders geehrt und beglückwünscht. Mitgebracht hatte Herbert Kunze auch seinen Flugzeug-Oldtimer. Das Segelflugzeug, dass 1938 im Riesengebirge gebaut wurde und im Krieg als Schulungsflugzeug diente, hatte der 67-Jährige Geseker 1988 erworben und es liebevoll restauriert. Mit stauenden Blicken verfolgten besonders die jüngeren Clubmitglieder wie dieses Segelflugzeug mit einer Spannweite von über 16 Metern zusammengesetzt wurde und mit welcher schlichten Bordtechnik der Pilot auskommen muss. Gefeiert wurde in Büren natürlich auch. Zahlreiche Gastflieger, unter ihnen auch eine Staffel an Oldtimerflugzeugen vom Airport Paderborn-Lippstadt, und viele Besucher waren gekommen. So gab es reichlich Rundflüge. Modellflugzeuge zeigten ihre Möglichkeiten und die Flugzeuge konnten ebenso wie die Hanger besichtigt werden. Die Clubmitglieder informierten über Technik und den Verein und es gab sogar noch eine Fliegertaufe für einen 17-Jährigen, der seinen Erstflug meisterte.

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