Wird aufgewertet: Die Polizeiwache im Hinterhof der alten Kreisverwaltung an der Königstraße in Büren. - © Ralph Meyer
Wird aufgewertet: Die Polizeiwache im Hinterhof der alten Kreisverwaltung an der Königstraße in Büren. | © Ralph Meyer

Kreis Paderborn/Büren Polizei im Paderborner Südkreis wird neu organisiert

Fusion der Polizeiwache und der Objektschutzwache am Flughafen geplant. Ziel ist mehr Polizei auf der Straße. Wache Büren wird technisch aufgerüstet

Ralph Meyer

Kreis Paderborn/Büren. Gute Nachricht für die Bewohner in Büren und Bad Wünnenberg. Im Rahmen der Neuorganisation der Polizei im Südkreis erfährt der Polizeistandort Büren eine deutliche Aufwertung. Das bestätigten Landrat Manfred Müller und der Leitende Polizeidirektor Andreas Kornfeld auf Anfrage. Seit Jahren herrscht bei der Polizei Personalmangel. Und bis die Neueinstellungen - zuletzt haben 2.400 Beamte im Land ihre Ausbildung begonnen - den Kreispolizeibehörden und Polizeipräsidien zugute kommen, vergehen drei bis vier Jahre. Zusätzlich zu einer Pensionierungswelle musste die Kreispolizeibehörde Paderborn in den vergangenen Jahren den Verlust von 30 Planstellen hinnehmen, denn das Land benötigte kurzfristig 300 Stellen im Kampf gegen den Terrorismus. "Wir waren aufgefordert, bisherige Organisationsformen zu überdenken und zu verändern", so Kornfeld. Zwar ist die Kriminalitätsentwicklung im Kreis Paderborn rückläufig, doch Fußball, Demos, zahlreiche Großveranstaltungen im Oberzentrum und die Unterbringungseinrichtung für Ausreisepflichtige (UVA) in Büren fordern personellen Tribut. "Die Beamten haben in den vergangenen Jahren Großartiges geleistet", lobt Landrat Müller. Ein erster Schritt auf diesem Weg war die Übernahme der Leitung der Polizeiwache in Schloß Neuhaus durch die Polizeiwache Paderborn. Demnächst werden nun die Polizeiwache in Büren, bislang als Tageswache geführt, und die Objektschutzwache auf dem Flughafen Paderborn/Lippstadt unter der gemeinsamen Leitung des Ersten Polizeihauptkommissars Thomas Wiehe fusionieren. Beide Wachen werden dann künftig rund um die Uhr besetzt sein. In Schwachlastzeiten auf dem Flughafen werden die Beamten dann auch im normalen Streifendienst in Bad Wünnenberg und Büren eingesetzt. Geprüft wird zurzeit noch, ob auch Salzkotten nachts in dieses Modell einbezogen werden kann. Die Stadt Lichtenau wird dagegen auch in Zukunft polizeilich von der Wache in Paderborn versorgt. In den Nachtstunden werden Streifenwagen für Büren und Bad Wünnenberg zurzeit von Paderborn aus eingesetzt. Doch die langen Anfahrtswege reduzieren die Streifentätigkeit in den Bezirken. Kornfeld macht deutlich, dass die Fusion beider Wachen kein Nullsummenspiel sein wird, sondern mit einer Aufstockung des Personals einher gehen wird, ohne dass Personal in Paderborn abgezwackt wird. Außerdem wird die Wache Büren räumlich vergrößert und technisch modifiziert. "Wir werden den Standort so aufrüsten, dass wir auch aus Büren Einsätze führen können, falls es die Situation erforderlich macht", sagt Kornfeld.

realisiert durch evolver group