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Borchen Alfen und Nordborchen planen Schulverbund

Schülerzahlen legen Haupt- und Teilstandort nahe

19.04.2013 , 08:00 Uhr

Borchen (fin). Als "vorausschauendes politisches Signal" hat Borchens Bürgermeister Reiner Allerdissen die Bildung des Grundschulverbundes Nordborchen–Alfen in die Wege geleitet. Die Verwaltung legt dem Schulausschuss die Schülerzahlen der kommenden Jahre vor, bei denen Alfen nie die für eine Eigenständigkeit erforderliche neue gesetzliche Mindestzahl von 92 Schülern erreicht.

Zum kommenden Schuljahr werden in Alfen 17 Kinder eingeschult. So viele sind es aus heutige Sicht auch ein Jahr später, zum Schuljahr 2015/2016 wiederum 19, dann 18. Danach steigt die Zahl zwar einmal auf 26, fällt aber für 2018/19 voraussichtlich auf 14 ab. "Selbst bei einem wohlwollend prognostizierten Wanderungsgewinn durch Zuzug von zwei Kindern pro Klasse wird ein langfristiger und dauerhafter Zuwachs definitiv nicht eintreten", so Allerdissen in seiner schriftlichen Vorlage. Die Gesamtschülerzahl in Alfen pendelt in den kommenden Jahren zwischen 70 und 85.

Die Entwickung der Schülerzahlen an der Grundschule in Nordborchen weist dagegen auf eine stabile Zweizügigkeit. Die Zahl der Lernanfänger liegt aus heutiger Sicht zwischen 33 und 48, die Gesamtschülerzahl zwischen 152 und 173.

Ziel aller Bemühungen müsse es sein, so der Bürgermeister, den Kindern in Alfen einen Besuch der Grundschule im Heimatort zu ermöglichen. Die sei in der Selbstständigkeit zukünftig durch die Schulaufsicht nicht genehmigungsfähig. Diese werden den Schulträger (die Gemeinde) auffordern, entsprechende Maßnahmen zu treffen.

"Zusätzlichen Handlungsdruck", so Allerdissen, erzeugt die bevorstehende Pensionierung beider Schulleitungen. Monika Ohse (Nordborchen) und Judith Hillenkötter (Alfen) treten am 1. Februar 2016 in den Ruhestand – eine Neubesetzung an der einzügigen Grundschule Alfen sei gesetzlich nicht möglich.

Bürgermeister Allerdissen hat die Thematik mit beiden Rektorinnen bereits besprochen. Ohse und Hillenkötter haben zugesagt, beide Lehrer-Kollegien in den nächsten Jahren zusammen zu führen. Auf diesem Weg sei eine Transparenz der politischen Präferenzen in der Gemeinde hilfreich. Der Schulausschuss berät das Thema in seiner öffentlichen Sitzung am Dienstag, 23. April, um 18 Uhr im Rathaus.

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