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Kita-Leiterin Susanne Gieseke und Detlef Müller, Geschäftsführer der Katholischen Kindertageseinrichtungen Hochstift, öffnen den Durchgang zu dem 1,1 Millionen Euro teuren Anbau an die Kita St. Meinolfus in Etteln. - © Christian Schlichter
Kita-Leiterin Susanne Gieseke und Detlef Müller, Geschäftsführer der Katholischen Kindertageseinrichtungen Hochstift, öffnen den Durchgang zu dem 1,1 Millionen Euro teuren Anbau an die Kita St. Meinolfus in Etteln. | © Christian Schlichter

Erziehung Im Ettelner Eulenwald gibt’s Platz für 30 Kinder

Der Anbau an der Kita St. Meinolfus ist passend zum 50-jährigen Bestehen fertig geworden. Lob heimsen die Planer ein, denen im Borchener Ort eine Punktlandung glückt.

05.10.2022 | Stand 05.10.2022, 19:07 Uhr

Borchen-Etteln. „Diejenigen, die vor 50 Jahren diese Kita gegründet haben, hatten eine richtig gute Idee“, blickt Detlef Müller, Geschäftsführer der Katholischen Kindertageseinrichtungen Hochstift, voller Freude durch die Räume der Kita St. Meinolfus in Etteln.

Dort wurde nun das Jubiläum gefeiert und zugleich ein 1,1 Millionen Euro teurer Anbau eingeweiht. Er schafft laut Mitteilung der Kita Platz für eine vierte Gruppe. Ende August zog sie nach elfmonatiger Bauzeit in die Räume. Diese wurden nach einem Waldspaziergang „Eulenwald“ getauft und komplettieren neben dem „Froschteich“, dem „Fuchsbau“ und dem „Mäusenest“ die katholische Einrichtung. So wachse die Kita auf 74 Kinder. Sie werden von einem 14-köpfigen Team betreut.

Als die Kindertageseinrichtung seinerzeit für 400.000 D-Mark gebaut und von Pfarrer Friedrich Strugholz in Etteln eingeweiht wurde, bot sie Platz für 90 Kinder in drei Gruppen. Betreut wurden sie von drei Erzieherinnen und einer Kinderpflegerin. „Damals waren die Kinder nicht so jung wie heute und sie sind auch nicht über Mittag geblieben“, erinnert Detlef Müller an die großen Veränderungen seitdem. Er blickte auch auf die Phase, als es in St. Meinolfus zurück auf zwei Gruppen gegangen war und der Träger zeitweilig nicht wusste, ob und wie es weitergeht.

Eine Aufgabe der Gesellschaft

Laut der Pressemitteilung des Kita-Verbunds Hochstift ist die Entwicklung im Borchener Ort sehr gut gewesen, sodass nun angebaut wurde. Der Großteil der Finanzierung kam vom Land, 50.000 Euro von der Gemeinde, der Träger zahlte ein Drittel des Baus. „Wir sind dankbar, dass wir mit den Kosten aber absolut im Rahmen geblieben sind“, bedankte sich Müller beim Architektenteam Magdalena Köhler und Alexander Otto aus Leiberg, die eine Punktlandung hingelegt hätten. Viele gute Ideen sein in den neuen Gruppenräumen verwirklicht worden. Laut Mitteilung haben die Kinder sie sofort angenommen und freuen sich beispielsweise über die bodentiefen Fenster oder den in Form einer kleinen Tribüne gestalteten Schlafraum, der auch zum Spielen genutzt werden kann.

„Das haben Sie super gemeistert“, sprach auch Borchens Bürgermeister Uwe Gockel dem Kita-Team rund um Leiterin Susanne Gieseke seinen Respekt aus. Die Zeit des Umbaus auf dem durch die Höhenunterschiede schwierigen Gelände mit Zwischenlösung im Bürgerhaus sei sicher anstrengend gewesen. Doch es sei gut zu wissen, dass das Team von St. Meinolfus die Kinder weiterhin gut auf die Anforderungen des Lebens vorbereite. Kindererziehung sei in erster Linie Elternsache, aber auch eine Aufgabe der Gesellschaft, deshalb habe sich die Gemeinde auch finanziell engagiert. Die Gemeinde schenkte der Kita einen großen Baum für das neue Außengelände. Die Ortsgemeinschaft lud alle Kinder zum Eisessen ein.

„Vor zehn Jahren haben wir gegen die Schließung der Grundschule gekämpft und jetzt erleben wir die Erweiterung der Kita“, freute sich Ortsvorsteher Ulrich Ahle über die Möglichkeit, dadurch Familien nicht nur im Ort zu behalten oder zurückzuholen, sondern auch, neue Familien zu gewinnen. Viele Jahre lang habe sie Absagen bei den Neuanmeldungen erteilen müssen. Das sei in diesem Jahr endlich anders gewesen, freut sich Kita-Leiterin Susanne Gieseke über die Erweiterung. Mit dem Sommerende hätten 30 Kinder hinzukommen können.

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