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Einige Politiker fordern jetzt, die Strecke der Almetalbahn wieder aufzunehmen. - © Michael Kreutner (Archivbild)
Einige Politiker fordern jetzt, die Strecke der Almetalbahn wieder aufzunehmen. | © Michael Kreutner (Archivbild)

Salzkotten Anschub für die Almetalbahn im Kreis Paderborn

Gleich aus vier Kommunen gibt es Rückendeckung für die mögliche Reaktivierung der Strecke zwischen Paderborn und Brilon.

03.08.2019 | Stand 03.08.2019, 12:47 Uhr

Kreis Paderborn. Für die mögliche Reaktivierung der Almetalbahn gibt es weitere Rückendeckung. In einer gemeinsamen Pressemitteilung begrüßen die CDU-Fraktionsvorsitzenden Hansjörg Frewer (Borchen), Joachim Finke (Büren), Michael Fechtler (Salzkotten) und Eberhard Fisch (Brilon) die anvisierte erneute Bewertung der Bahn im Hinblick auf einen möglichen Neustart zwischen Paderborn und Brilon. Zwischen dem bereits 2011 reaktivierten Teilstück Brilon Wald – Brilon Stadt und dem Streckenende in Paderborn lägen derzeit 50 Kilometer ungenutzte Bahntrasse, die auf eine Revitalisierung warteten. Um die Netzwirkung richtig zu entfalten, dürften die Planungen nach Ansicht der CDU-Fraktionen nicht in Büren enden. Sie fordern vielmehr eine durchgehende Ausbaustufe bis Brilon. Für das Teilstück Paderborn-Büren gebe es bereits einen deutlich positiven Kosten-Nutzen-Indikator als Ergebnis einer betriebswirtschaftlichen Machbarkeit, der sogenannten „standardisierten Bewertung". Diese Bewertung aus dem Jahr 2008 solle nun wiederholt und ergänzt werden, wobei eine durchgehende Betrachtung bis nach Brilon für die CDU deutlich mehr Sinn mache, so die CDU. "Unsere Region ist nun gemeinsam am Zug" „Fahrgäste denken und bewegen sich in Netzen und Regionen", erklärt Michael Fechtler. Im Almetal könnten etwa 40.000 Menschen an den Schienenverkehr angeschlossen werden, jüngste Aktivitäten in anderen Regionen bestärkten die Forderung und untermauerten die positiven volkswirtschaftlichen Effekte. Die Strecke Münster–Sendenhorst stehe vor einer Wiederbelebung, während zwischen Bad Bentheim und Neuenhaus bereits seit einigen Wochen wieder Züge durch die Grafschaft fuhren. Die dortigen guten Fahrgastzahlen überraschten auf der vormals 45 Jahre stillgelegten Strecke, selbst in den noch laufenden Ferien ohne Schülerverkehr. Aktuelle Bestrebungen zum aktiven Klima- und Umweltschutz könnten die neuerliche Bewertung im Almetal nur besser ausfallen lassen als 2008, da seien sich die CDU-Kommunalpolitiker einig. Der Nahverkehrsplan des Zweckverbandes Westfalen-Lippe spreche in seinen Zielvorgaben von integrierten und zukunftsfähigen Systemen mit Verknüpfung der Linien untereinander. „Daran möchten wir auch im Almetal teilhaben und das Oberzentrum Paderborn mit Brilon als Tor nach Nordhessen optimal verbinden", sagt Eberhard Fisch. Hansjörg Frewer erklärt, dass „unsere Region nun gemeinsam am Zug ist". Die Bewertung ist entscheidend Die CDU-Fraktionschefs verweisen in ihrer Presseinfo auf eine attraktive und umweltschonende Mobilität des 21. Jahrhunderts, auf die die Menschen auch abseits der Ballungszentren Anspruch hätten. „Gleichwertige Lebensverhältnisse dürfen nicht nur abstrakt gefordert, sie müssen konkret realisiert werden", so Joachim Finke. Bürens stellvertretende Fraktionschefin Irmgard Kurek sehe Vorteile einer guten Erreichbarkeit im Besonderen für den Standort Büren. Dies gelte bei der Entscheidung für einen Wohnsitz oder Arbeitsplatz in Büren ebenso wie bei der Anbindung der dortigen Schulen. Die CDU-Vertreter betonen ausdrücklich, dass sich ihre Gemeinden anlässlich der Übernahme der Bahnstrecke durch den Kreis Paderborn seit einigen Jahren an den Kosten der Verkehrssicherungspflicht beteiligten. Die Bahnstrecke sollte damit von Anfang an für Bahnzwecke gewidmet bleiben und weiterhin für eine Reaktivierung zur Verfügung stehen. Sie forderten zudem die beteiligten Planer auf, das Ergebnis des Bewertungsverfahrens nicht durch überhöhte Ansprüche an Strecke und Betrieb unter den maßgeblichen Schwellenwert zu treiben. Ein Wert von über 1,0 als Ergebnis der Bewertung sei entscheidend für alle weiteren Schritte und Grundlage für das Land NRW, die in Aussicht gestellte Reaktivierung und den Betrieb der nächsten Jahrzehnte finanziell zu sichern.

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