Das neue Baugebiet "Hessenberg" von oben. Zahlreiche Anfragen liegen der Stadt Borchen dazu vor. - © Marc Köppelmann
Das neue Baugebiet "Hessenberg" von oben. Zahlreiche Anfragen liegen der Stadt Borchen dazu vor. | © Marc Köppelmann

Borchen Borchen bekommt ein neues Gewerbegebiet

Neujahrsempfang: Bürgermeister Reiner Allerdissen sieht die Gemeinde auf Wachstumskurs. Auch die Ausweisung neuer Baugebiete steht ganz oben auf der Prioritätenliste

Marco Schreiber
21.01.2019 | Stand 21.01.2019, 11:07 Uhr

Borchen. Mit schmissigen Dixieland-Klängen von Sidneys Jazz Compagnie begann am Sonntagvormittag der Neujahrsempfang der Gemeinde Borchen. In einer fast ebenso schmissigen Rede führte Bürgermeister Reiner Allerdissen die Gäste durch die fünf Ortsteile der Kommune. Beherrschendes Thema fast überall: Die Ausweisung von Baugebieten. So haben sich in Nordborchen 300 Menschen um 50 Bauplätze beworben. Noch heute „kommen jede Woche weitere Bewerbungen" für den Hessenberg, sagte Allerdissen. Der Druck aus den umliegenden Kommunen werde noch weiter zunehmen, weshalb man weitere Baugebiete ausweisen wolle. Das sei jedoch nicht ohne eine Verbesserung der Verkehrsanbindung möglich. Allerdissen: „Eine Entlastungsstraße muss kommen." Während in Alfen „eines der schönsten Baugebiete" erschlossen werden konnte, in Etteln nach langen Verhandlungen die ersten Familien eingezogen sind und in Dörenhagen zwei weitere Baugebiete perspektivisch verfügbar sind, gestaltet es sich schwierig, neue Gewerbegebiete zu erschließen. Lange hieß es, man sei chancenlos, sagte Allerdissen. „Aber jetzt haben wir weitere Flächen zugesagt bekommen", das hätten die Landesplaner in der vergangenen Woche mitgeteilt. Innerhalb des nächsten halben Jahres werde man Flächen zur Verfügung stellen können. In Kirchborchen könne man schon jetzt „die schönsten Bagger der westlichen Hemisphäre" sehen. Dort werde eine Fläche für den Einzelhandel erschlossen. „Unglaublich wichtig" für den Ortsteil, so Allerdissen. Für Kirchborchen stehe auch die Verlegung des Trainingsgeländes des SC Borchen an. Damit werde ein Freizeit-Ensemble geschaffen, auf das die ganze Gemeinde stolz sein könne. Kindergartenplätze sind Mangelware Bei der Kinderbetreuung stößt die Kommune zum Teil an ihre Grenzen. Der Kindergarten in Dörenhagen habe Kinder ablehnen müssen, was für die Familien eine prekäre Situation darstelle. „Die Eltern stehen vor Herausforderungen, die kaum zu meistern sind", sagte Allerdissen. Und die Bevölkerung wächst weiter. Mit Jubelfest und Feuerwehr, Windkraft und interkommunaler Zusammenarbeit sprach der Bürgermeister weitere Themen an, die für die Gemeinde bedeutsam waren und sind. Nicht zu vergessen die Anbindung vieler Ortsteile ans Glasfasernetz. Allerdissen rief alle Bürger dazu auf, einen entsprechenden Vertrag abzuschließen und nannte dies einen „Dienst an Borchen". Auch wenn man jetzt noch keine Notwendigkeit sehe, „irgendwann wird die Bandbreite eng". Mit der Verleihung der Ehrennadel und des Jungendpreises ging der offizielle Teil des Neujahrsempfangs zu Ende. Allerdissens Fazit am Ende seiner Rede: „Wer sich in Borchen nicht wohlfühlt, hat etwas falsch gemacht."

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