Vorvertragsquote muss passen: Nord- und Kirchborchen, Alfen und Etteln sind in der Planung. - © Sabine Kauke
Vorvertragsquote muss passen: Nord- und Kirchborchen, Alfen und Etteln sind in der Planung. | © Sabine Kauke

Borchen Zweite Chance auf Glasfaser in Borchen

Endlich schnelles Internet: Warum auch der Ausbau in Dörenhagen noch nicht vom Tisch ist

Svenja Ludwig

Borchen. Auch auf Borchener Endgeräten ruckelt die gestreamte Lieblingsserie bald vielleicht nicht mehr: Die Deutsche Glasfaser hat ein Auge auf die Gemeinde geworfen - zum zweiten Mal. Vor einiger Zeit scheiterte die Kooperation mit der Telekommunikationsfirma. Grund sei der "hohe Asphalt-Anteil" in der Gemeinde gewesen, wie sich Bürgermeister Reiner Allerdissen im Rat erinnert. Jetzt aber soll es klappen, die Straßendichte verhindert den Glasfaser-Ausbau wohl nicht mehr. "Wir sind soweit in den Gesprächen gekommen, dass wir vor einer Vereinbarung stehen", erklärte der Rathauschef. Bislang plant das Unternehmen, die Ortsteile Nord- und Kirchborchen, Alfen und Etteln mit schnellem Internet zu versorgen. Doch auch Dörenhagen könnte Anschluss erhalten. Von Dahl aus, wo die Deutsche Glasfaser ebenfalls buddeln will, wäre das Dorf mit einem Schlenker zu erreichen. Das Unternehmen will die Möglichkeit prüfen. Leitungen bis ins Haus Die Deutsche Glasfaser verlegt die Lichtwellen-Leitungen bis ins Haus (FTTH - Fibre To The Home). Damit das Borkener Unternehmen mit den Ausbaumaßnahmen loslegen kann, bedarf es einer Nachfrage von 40 Prozent der Haushalte. "Ich persönlich werde alles tun, um zu werben, damit die Vorvertragsquote zustande kommt", so Allerdissen: "Dazu kann es keine Alternative geben." Auch die CDU zeigte sich glücklich über den zweiten Versuch. "Wir sollten uns freuen, wir haben lang genug dafür gekämpft", meinte Harald Kuhnigk. Im September soll über eine Kooperation mit dem Anbieter abgestimmt werden. Bis dahin soll auch klar sein, ob Dörenhagen ebenfalls Teil des Ausbauplans wird. Bei guter Nachfrage könnte es schnell gehen. Schnelles Internet könnte schon 2019 Realität in Borchen sein.

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