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Holz auf Beton: Der LWL hat sich für eine Lärchen-Verkleidung entschieden. Links ist die Brettervariante zu sehen. - © Svenja Ludwig
Holz auf Beton: Der LWL hat sich für eine Lärchen-Verkleidung entschieden. Links ist die Brettervariante zu sehen. | © Svenja Ludwig

Borchen Beim Betonaufzug am Mallinckrodthof ist ein bauliches Ende in Sicht

Ratsbeschluss: Der umstrittene Fahrstuhl kann nun fertiggestellt werden. Verkleidungsvarianten hängen Probe - der LWL präferiert wohl die Bretter-Fassade

Svenja Ludwig
25.04.2018 | Stand 25.04.2018, 11:39 Uhr

Borchen. Nichts war's mit einem Schlusspunkt hinter der Affäre um den umstrittenen Aufzug am Borchener Mallinckrodthof: Zwar beschloss der Rat am Montag die Aufhebung des fassadenbezogenen Baustopps, aber noch ist die Diskussion wohl nicht vorbei. In Schwung gebracht hatte die Debatte Hubert Franke (CDU) im September 2017, der sich über die Optik des Fahrstuhlschachts mokierte. Seitdem wurde im Rathaus regelmäßig gestritten, ob beim Bau am denkmalgeschützten Mallinckrodthof alles mit rechten Dingen zugegangen sei. Im März skizzierten deshalb Landeskonservator Holger Mertens und Barbara Seifen (Referatsleitung praktische Denkmalpflege) vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in Münster den Bauprozess. Mertens versicherte damals, dass die Maßnahme Schritt für Schritt mit der praktischen Denkmalpflege des Kreises Paderborn abgestimmt worden sei und betonte: "Das, was da momentan passiert, ist das, was der Gesetzgeber sich vorgestellt hat." Schacht hätte größer ausfallen sollen Nun sollen die Experten des LWL noch einmal vor dem Rat sprechen - das zumindest forderte CDU-Fraktionsvorsitzender Hansjörg Frewer. Ursprünglich hatte der Schacht größer ausfallen sollen. Laut Bürgermeister Reiner Allerdissen drängte schließlich die Gemeinde darauf, den Grundriss um 26 Prozent zu verkleinern. Frewer glaubte sich zu erinnern, dass es der LWL war, auf dessen Initiative die Anpassung vorgenommen wurde. Die Fertigstellung der Kabine dauere nicht mehr lange, wie Bürgermeister Allerdissen den Rat informierte: "Es geht jetzt nur noch um die Fassade." Und die kam in der ganzen Diskussion fast ein bisschen zu kurz. Nachdem im März zwei erste Muster Probe hingen, zieren den Aufzugschacht momentan überarbeitete Versionen. Bei Variante eins wurde der Abstand zwischen den Lärchenholzleisten im Vergleich zum Prototypen verringert, die Bretter von Fassadentyp zwei geschmälert und die Schrittweite der Neigung reduziert. "Gemeinsam kam man zu der Entscheidung, die Brettervariante auszuführen. Bei der Ausführung sollen die Abstände zwischen den einzelnen Brettern um circa einen Zentimeter vergrößert werden, so dass etwas mehr Leichtigkeit erzeugt wird", heißt es in der Beschlussvorlage.

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