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Viele Familien schlossen sich der Umwelt-Aktion in Bad Wünnenberg an. Wichtig waren wetterfeste Kleidung und reichlich Müllsäcke. - © Brigitta Wieskotten
Viele Familien schlossen sich der Umwelt-Aktion in Bad Wünnenberg an. Wichtig waren wetterfeste Kleidung und reichlich Müllsäcke. | © Brigitta Wieskotten

Bad Wünnenberg Möbel, Schrott und Schlachtabfälle: Was Müllsammler alles im Wald finden

Beim "Tag der Umwelt" ist das Ziel klar: Die Teams in den Dörfern wollen wilden Müll in der Natur aufsammeln und ordnungsgemäß entsorgen. Dabei machen sie zum Teil erschreckende Entdeckungen.

Brigitta Wieskotten
14.04.2021 | Stand 13.04.2021, 19:33 Uhr

Bad Wünnenberg. Beim „Tag der Umwelt", dem alljährlichen Frühjahrsputz in Dörfern, Feld und Waldflur Bad Wünnenbergs, haben sich viele Menschen eingesetzt. Die Pandemie setzte zwar den ehrenamtlichen Helfern Grenzen, brachte aber das Vorhaben nicht ins Wanken. Nur das Wetter zeigte sich mit Sturmböen sowie Schee- und Graupelschauern etwas mürrisch und unfreundlich.

Der Heimat- und Verkehrsverein Leiberg unter der Regie von Hubert Dören zusammen mit dem Sportfischereiverein hatte im Ort die Regie der Aktion übernommen. 80 große und kleine Helfer wurden mobilisiert, die die gesamte Gemeinde an der Afte von weggeworfenem Ballast befreiten. In kleinen Gruppen von jeweils zwei Familien wurde Müll gesammelt. Auch Bürgermeister Christian Carl (CDU) war mit seiner Familie im Heimatdorf dabei. Größere Müllfunde wie Silo-Planen und Autoreifen wurden mit Fahrzeugen abholt. Flaschen, Dosen und Zigarettenstummel fanden schnell den Weg in die Mülltüten.

In Fürstenberg lag die Organisation in der Regie des Hegerings, des BSV und des Fischereivereins. Auch die kleinsten Bürger an der Karpke aus den Kindergärten Lummerland und Rappelkiste sorgten im Familienverband für eine saubere Heimatgemeinde. Ortsvorsteher Reimund Günter lobt den Einsatz der Kindergartenkinder, die mit großen Augen den gefüllten Müll-Container betrachteten. In ihm landeten unter anderem Schrankelemente, Auslegeware, Toilettendeckel, Flaschen, reichlich Schrott und Dosen.

Schlachtabfälle in der Natur entsorgt

In der Kernstadt Bad Wünnenberg gingen etwa 80 Helferinnen mit vielen Kinder ab der Schützenhalle unter der Regie von Ortsvorsteherin Maria Junge, Stadtheimatpfleger Hans Wistuba und Gerhard Scholand an den Start. Auch die Tauchgruppe der DLRG war an Land mit dabei. Nach der Aktion waren acht Müll-Container gefüllt. Freude und Entsetzen hielten sich in der Gefühlswelt der Sammler die Waage. So hatte ein Müll-Rowdy eine Tüte mit Schlachtabfällen in der freien Natur entsorgt. Nicht mehr gebrauchte Drehstühle, Bleche von Schaltflächen, ganze Rollen von Gartenzäunen, Autoreifen, Abdeckplanen, Gartenspritzen in der Natur entsorgte Hundetüten, Flaschen und Fastfoot-Abfälle bildeten den Hauptanteil der großen Müllbeute. Auch eine neue Abfall-Spezies, der Mundschutz, fand sich öfter in der Natur.

Ortsvorsteherin Claudia Sondermann leitete in Bleiwäsche die Umweltaktion. 30 Erwachsene und Kinder schlossen sich ihren Ruf an, arbeiteten unter Mundschutz. Mehrfach wurde größere Ablagestellen für illegalen Müll im Wald gefunden und entsorgt. Auch Silo-Planen, Doppelbettmatratzen und reichlich Stückgut an Autoreifen und Stacheldraht waren in der Feldflur entsorgt worden. Ein kleiner Bleiwäscher Umwelthelfer zeigte sich von der Aktion so begeistert, dass er sogar seinen fünften Geburtstag bei der ehrenamtlichen Aktion verbrachte.

Jede Menge Unrat

In Haaren und Helmern setzten sich ingsgesamt 75 ehrenamtliche Helferinnen für die Sauberkeit ihrer Gemeinden ein. Federführend organisierten vom Haarener Heimat- und Verkehrsverein Manuela Stieren, Stefan Günter und der Ortsvorsteher aus Helmern, Tobias Schulte, die Umweltaktion.

Auch hier gab es viel Mithilfe aus den Familienverbänden. Aufgelesen wurden Badezimmer-Einrichtungsgegenstände, Altkleider, Kunststoff-Gegenstände, Waschmaschinen und Autoreifen.

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