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Ähnlicher dieser Schießkugelschreiber, die die Polizei in Bayern sichergestellt hat, war die Waffe, die ein Bad Wünnenberger genutzt haben soll. - © picture alliance / dpa
Ähnlicher dieser Schießkugelschreiber, die die Polizei in Bayern sichergestellt hat, war die Waffe, die ein Bad Wünnenberger genutzt haben soll. | © picture alliance / dpa

Bad Wünnenberg Bad Wünnenberger nach Schuss mit Kugelschreiber-Pistole angeklagt

Der 63-Jährige trifft einen anderen Mann in den Hals

Holger Kosbab
30.08.2019 | Stand 30.08.2019, 15:25 Uhr

Bad Wünnenberg. Für einen Waffengebrauch in James-Bond-Manier muss jetzt ein 63-jähriger Mann aus Bad Wünnenberg vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft Paderborn erhebt gegen den Mann beim Schöffengericht in Paderborn Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz. Ihm wird vorgeworfen, in der Nacht des 16. März dieses Jahres in Bad Wünnenberg in einer Gaststätte im Streit einem Mann (35) mit einem selbst gebastelten Schießkugelschreiber in den Hals geschossen zu haben, teilt die Staatsanwaltschaft mit. Das Projektil blieb neben der Halsschlagader stecken. Nachdem der 63-Jährige merkte, was er getan hatte, ließ er einen Notarzt alarmieren, der umgehend eintraf, sodass die Verletzung für das Opfer letztlich keine tödlichen Folgen hatte.Polizei findet zahlreiche Waffen und Munition Bei einer Durchsuchung der Wohnräume des Angeschuldigten wurden diverse verbotene Waffenteile, Munition und selbstgebaute Waffen gefunden und beschlagnahmt. Der Angeschuldigte befand sich vom 16. März bis zum 5. Juni in Untersuchungshaft. Seit dem 6. Juni ist der Haftbefehl gegen ihn ausgesetzt. Laut Staatsanwaltschaft habe der Angeklagte zwar eingeräumt, dass das Opfer durch einen Schuss aus seinem Kugelschreiber verletzt worden sei, dies sei jedoch unabsichtlich passiert. Ein Hauptverhandlungstermin ist noch nicht bekannt.

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