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Die Bürgermeister Ulrich Knorr (l.) aus Schlangen und Andreas Bee aus Bad Lippspringe hoffen, dass demnächst auch Gesamtschüler in der Mensa Im Bruch essen.
Die Bürgermeister Ulrich Knorr (l.) aus Schlangen und Andreas Bee aus Bad Lippspringe hoffen, dass demnächst auch Gesamtschüler in der Mensa Im Bruch essen.

Bad Lippspringe Anmelden für die neue Gesamtschule

Sigrid Beer (Grüne) kritisiert Stimmungsmache in der Badestadt

03.02.2013 | Aktualisiert vor 0 Minuten

Bad Lippspringe. Die Weichen sind gestellt, jetzt haben die Eltern das entscheidende Wort: In Bad Lippspringe und Schlangen startet zeitgleich das vorgezogene Anmeldeverfahren für die geplante Gesamtschule.

Anmeldungen werden vom 4. bis 6. Februar vormittags jeweils von 9 bis 12 Uhr sowie nachmittags zwischen 16 und 18 Uhr im Bad Lippspringer Rathaussaal (Zimmer 108) entgegen genommen.

Mitzubringen sind das Halbjahreszeugnis mit dem roten Stempel und die Geburtsurkunde des Kindes. Im Anschluss daran finden in den Räumen 109 und 110 Informationsgespräche statt. "Es wäre schön, wenn die Eltern im Nachmittagsbereich ihre Kinder zu diesen Informationsgesprächen mitbringen würden", macht die zuständige Fachbereichsleiterin Gabriele Lange deutlich. Eltern, die an den drei Tagen verhindert sind, können ihr Kind bis zum 6. Februar auch schriftlich anmelden – unter anderem durch Einwurf der Unterlagen in den Rathausbriefkasten. Anmeldeformulare sind auch auf der Webseite der Stadt abrufbar. Dieses Formular muss ausgefüllt und zusammen mit allen oben genannten Unterlagen bis spätestens zum 6. Februar an die Stadt zurückgeschickt werden.

Sollte die Gesamtschule die erforderliche Zahl von 100 Anmeldungen nicht erreichen, wird die Stadt dies am 7. Februar morgens auf ihrer Webseite veröffentlichen. Die betroffenen Eltern haben dann Gelegenheit, die eingereichten Unterlagen bei David Tyler im Rathaus (Zimmer 150) abzuholen und sich für eine Anmeldung an einer anderen Schule zu entscheiden. An die Eltern appellieren Gabriele Lange und ihr Schlänger Amtskollege Frank Rayczik, nicht zulange mit den Anmeldungen für die Gesamtschule zu warten. Nur so bestehe frühzeitige Planungssicherheit. Eltern, die zu lange zögern, müssten damit rechnen, dass die neue Gesamtschule zunächst nur vierzügig an den Start geht. Ist die dafür notwendige Schülerzahl (120 Schüler) erreicht, müssten unter Umständen einige Kinder an einer anderen Schule angemeldet werden.

"Bei dem Vorhaben, in Bad Lippspringe eine Gesamtschule einzurichten, handeln die Ver-antwortlichen vor Ort verantwortlich für eine zukunftssichere Schulentwicklung in Bad Lippspringe und Schlangen", meldet sich nun die grüne Landtagsabgeordnete Sigrid Beer zu Wort. "Und sie bieten damit allen Kindern der Gemeinden die beste Bildung. Denn eine Gesamtschule mit ihrem längeren gemeinsamen Lernen hält die Schullaufbahnen der Schüler länger offen und bietet alle Abschlüsse an", so die parlamentarische Geschäftsführerin und schulpolitische Sprecherin.

Selbstverständlich sollten die Erfahrungen der Realschule in die Konzepte der Gesamtschule mit einfließen. "Die anhaltende Diskussion um die Einrichtung eine Gesamtschule, verbunden mit viel Stimmungsmache, verunsichert die Eltern", kritisiert Beer. "Schulformlobbyisten können nicht über die schulische Zukunft aller Kinder bestimmen."