Die erste Baustelle ist bereits aufgebaut: Laut Gutachter befindet sich die Wilhelmstraße in einem schlechten Zustand. - © Klaus Karenfeld
Die erste Baustelle ist bereits aufgebaut: Laut Gutachter befindet sich die Wilhelmstraße in einem schlechten Zustand. | © Klaus Karenfeld

Bad Lippspringe In der Wilhelmstraße in Bad Lippspringe rollen die Bagger an

Komplettsanierung: Die mehr als 50 Jahre alte Fahrbahn ist übersät mit Schlaglöchern, Spurrillen und Rissen. Kosten belaufen sich auf 890.000 Euro

Klaus Karenfeld

Bad Lippspringe. Die Wilhelmstraße in Bad Lippspringe ist unübersehbar in die Jahre gekommen. Die 310 Meter lange Fahrbahn weist zahlreiche Schäden wie Schlaglöcher, Spurrillen und Risse auf. Die Straße wird jetzt für 890.000 Euro komplett saniert. Eigentlich sollte mit den umfangreichen Bauarbeiten bereits 2016 begonnen werden. Da die Wilhelmstraße aber unmittelbar an die Fußgängerzone angrenzt, entschied der Rat seinerzeit, die aufwendige Sanierung auf das Jahr nach der Landesgartenschau zu verschieben. "Und tatsächlich gibt es in der Wilhelmstraße einiges zu tun", betont Bauamtsleiter Ferdinand Hüpping im Gespräch mit der NW. So ist die mehr als 50 Jahre alte Fahrbahn übersät mit Schlaglöchern, Rissen und Spurrillen. Die Anwohner wurden von Anfang an in die Ausbauplanung mit einbezogen Schäden gibt es nachweislich auch an den Bordsteinkanten (Abplatzungen). Und der Bürgersteig ist an einigen Stellen so uneben, dass sich bereits Stolperkanten gebildet haben. Laut Gutachter befindet sich die Wilhelmstraße in keinem guten Zustand: Der Straßenoberbau sei unzureichend befestigt und die Tragfähigkeit nicht mehr gewährleistet. Aktuell wird die Wilhelmstraße von 730 Fahrzeugen täglich befahren. Es gilt eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 Stundenkilometern. Im Zuge der etwa vier Monate dauernden Sanierung sollen Hüpping zufolge auch die Schmutzwasser-Anschlüsse erneuert werden. Die Wilhelmstraße wird einerseits von der Arminiusstraße (Fußgängerzone) und andererseits von der Waldstraße begrenzt und ist 310 Meter lang. Die neue Asphalt-Fahrbahn mit Rinne soll durchgehend 4,50 Meter breit sein. Der nördliche Gehweg passt sich den örtlichen Gegebenheiten an. Die Breite hier variiert laut Hüpping zwischen 1,15 Metern und 3 Metern. Ähnlich ist die Situation auf dem gegenüberliegenden Gehweg. Er ist zwischen 1,50 Metern und 2,50 Metern breit. Beide Gehwege bekommen ein Betonsteinpflaster. Reihe von Parkbuchten geplant Den barrierefreien Übergang zur Fahrbahn markiert eine drei Zentimeter hohe Rundbordanlage. Auf der Nordseite der Wilhelmstraße Richtung Waldstraße sind eine Reihe von Parkbuchten vorgesehen. Die Zahl der Stellplätze wird sich nach Ende der Umbauarbeiten von bisher 33 auf dann 25 verringern. Die Anwohner wurden von Anfang an in die Ausbauplanung mit einbezogen. Die erste Anliegerversammlung fand im November 2015 statt, eine zweite folgte im November 2017. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Anwohner haben in dieser Zeit die Möglichkeit, die angrenzende Straße Kaplans Trift als Ab- und Zufahrt zu nutzen. Die Sanierung der Wilhelmstraße ist mit insgesamt 890.000 Euro veranschlagt. Die Anlieger werden etwa 55 Prozent der entstehenden Kosten zu tragen haben.

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