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Sechs Religionen präsentieren sich mit dem gemeinsamen Projekt: Pfarrerin Antje Lütkemeier (v. l.) und Pfarrer Detlev Schuchardt von der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Lippspringe, Uschi Stehmann (Buddhistische Gemeinde), Iman Mehmet Mentes, Mimar Sinan (Moschee), Ralf Bent (Neuapostolische Kirche), Muammer Üreyen (Mimar Sinan Moschee), Miriam Bent (Neuapostolische Kirche), Susanne Bornefeld (Evangelischer Kirchenkreis Paderborn), Pfarrer Georg Kersting (Pastoralverbund Katholische Kirchengemeinde Bad Lippspringe-Schlangen), Janet Gölger (Syrisch-orthodoxe Kirche von Antiochien), Christof Geisler (Buddhistische Gemeinde), Modjigan Bidardel (Bahá’í-Gemeinde), Andre Hüsken (Katholischer Pastoralverbund) sowie Veli Firtina, Vorstandsvorsitzender des Ditib-Landesverbandes NRW, Regionalverband Münster. - © Foto: Klaus Karenfeld
Sechs Religionen präsentieren sich mit dem gemeinsamen Projekt: Pfarrerin Antje Lütkemeier (v. l.) und Pfarrer Detlev Schuchardt von der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Lippspringe, Uschi Stehmann (Buddhistische Gemeinde), Iman Mehmet Mentes, Mimar Sinan (Moschee), Ralf Bent (Neuapostolische Kirche), Muammer Üreyen (Mimar Sinan Moschee), Miriam Bent (Neuapostolische Kirche), Susanne Bornefeld (Evangelischer Kirchenkreis Paderborn), Pfarrer Georg Kersting (Pastoralverbund Katholische Kirchengemeinde Bad Lippspringe-Schlangen), Janet Gölger (Syrisch-orthodoxe Kirche von Antiochien), Christof Geisler (Buddhistische Gemeinde), Modjigan Bidardel (Bahá’í-Gemeinde), Andre Hüsken (Katholischer Pastoralverbund) sowie Veli Firtina, Vorstandsvorsitzender des Ditib-Landesverbandes NRW, Regionalverband Münster. | © Foto: Klaus Karenfeld

Bad Lippspringe Glaubens-Garten verbindet Religionen

Gemeinsames Projekt zur Landesgartenschau 2017 in Bad Lippspringe vorgestellt

Klaus Karenfeld
02.03.2015 | Stand 01.03.2015, 20:31 Uhr

Bad Lippspringe. Sechs Religionen - ein gemeinsames Projekt: Zur Landesgartenschau 2017 soll es im Bad Lippspringer Kurwald einen besonderen Ort der interreligiösen Begegnung geben. Die Pläne für einen "Glaubens-Garten" wurden jetzt erstmals im Rahmen einer Charity-Gala im Kongresshaus einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. "Der mitten in der Natur gelegene Standort ist schön und inspirierend zugleich", machte der federführende Architekt Uwe Ballhorn gleich zu Beginn seiner Präsentation deutlich. Bis 2017 soll sich einer der sieben geplanten ätherischen Gärten im Kurwald in einen "Ort der Religionen" verwandeln. Im Mittelpunkt des von Ballhorn vorgestellten "GlaubensGarten" steht das "Haus des Lichts". Es ist neun Meter lang, ebenso breit und bringt es auf eine Höhe von immerhin sechs Metern. Das Dach ähnelt der Form nach einem weit aufgespannten Schirm, der die Menschen darunter vor Sonne und Regen schützen soll. Ebenso auffällig sind die lamellenartig angeordneten Seitenteile aus Holz. Von dieser Konstruktion verspricht sich Ballhorn eine besondere Wirkung: ein phantasievolles Spiel aus Licht und Schatten. Der untere Bereich des Hauses ist den Plänen zufolge betont offen gestaltet und bietet Raum für unterschiedliche Veranstaltungen wie Gebete, Gottesdienste, Vorträge oder musikalische Darbietungen. "Selbst Trauungen sollen hier 2017 möglich sein", erläuterte Pfarrer Georg Kersting im Gespräch. In seinen Überlegungen hat Ballhorn bewusst auch den Faktor Nachhaltigkeit berücksichtigt: So soll das "Haus des Lichts" nach Ende der Landesgartenschau problemlos abgebaut und an anderer Stelle neu aufgestellt werden können. Zum Beispiel in der Nähe eines örtlichen Kindergartens oder einer Schule. Vom "Haus des Lichts" führt ein sternenförmig angelegtes Wegenetz zu sechs Glaubensgärten; sie werden von den teilnehmenden Kirchen und Religionsgemeinschaften individuell gestaltet. Bürgermeister Andreas Bee zeigte sich in einer ersten Reaktion von den vorgestellten Plänen restlos begeistert und sparte nicht mit Lob für die Organisatoren: "Bad Lippspringe schreibt Geschichte. Die Landesgartenschau 2017 wird die erste sein, auf der sich die Religionen aus der Region mit einem Projekt gemeinsam präsentieren." Zur genauen Höhe der Projektkosten konnte Ballhorn an diesem Abend noch nichts sagen: "Vieles hängt natürlich auch davon ab, wie viele Menschen wir in den nächsten Monaten für unsere Idee begeistern können." Pfarrerin Antje Lütkemeier nutzte die Veranstaltung zu einem Appell: "Wir freuen uns über jeden, der mitmachen will. Egal wie. Ob durch eine Spende, einen Sachkosten-Beitrag oder Dienstleistungen." Ein erster Anfang ist gemacht: Der Erlös der ersten Charity-Veranstaltung im Kongresshaus soll komplett dem Projekt "GlaubensGarten" zufließen. Die 280 Gäste verlebten einen unterhaltsamen Abend mit selbst zubereiteten Speisen - angefangen bei persischen und türkischen Spezialitäten bis hin zu assyrisch-aramäischen und deutschen Delikatessen. Viel Beifall gab es auch für die Künstler der Wohltätigkeitsveranstaltung, Sängerin Betty A. und Zauberer Andino. Durch das Programm führte Moderator Stefan Leiwen vom WDR. Und wie fällt die erste Bilanz des Abends aus? Modjigan Bidardel, Leiterin der Charity-Gala, kann ihre Freude nicht verbergen: "Ich bin überwältigt von der großartigen Resonanz, die unser Anliegen in der Öffentlichkeit bereits gefunden hat." Das mache Mut für die anstehenden Aufgaben und Arbeiten.

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