Der derzeitige Anstau erfolgt durch Holzbretter. Heimatvereinsvorsitzender Willi Hennemeyer fordert ein bewegliches Wehr. - © FOTO: KLAUS KARENFELD
Der derzeitige Anstau erfolgt durch Holzbretter. Heimatvereinsvorsitzender Willi Hennemeyer fordert ein bewegliches Wehr. | © FOTO: KLAUS KARENFELD

Bad Lippspringe Jordanquelle ist ausgetrocknet

Heimatverein plädiert für bewegliches Stauwehr

von klaus karenfeld

Bad Lippspringe. Befürchtungen des Heimatvereins haben sich bewahrheitet, die Jordanquelle in Bad Lippspringe ist trocken gelaufen. "Und das, obwohl die Regenmenge bis Ende August um 30 Prozent über dem sonst üblichen Jahresdurchschnitt lag", beklagt der Heimatvereins-Vorsitzende Willi Hennemeyer.

Die Stadt habe zwar schnell reagiert und den Anstau der benachbarten Lippequelle deutlich erhöht. Die Situation sei aber nach wie vor problematisch. Von der Jordanquelle aus fließt aktuell nur noch ein kleines Wasserrinnsal Richtung Marktplatz.

Um das Problem grundsätzlich zu lösen, sieht Hennemeyer nur einen Ausweg: "Unser Verein plädiert dafür, am Ausgang des Lippequellteiches ein bewegliches Stauwehr neu zu errichten."

Der Vorteil aus seiner Sicht: "Damit ließe sich der Wasserstand im Teich kurzfristig deutlich auf- und absenken." Wichtig ist seiner Meinung nach aber auch: "Das neue Wehr muss im Unterschied zu heute deutlich größer ausfallen und höher befestigt werden".

Nur so sei ein ausreichend großer Wasseranstau möglich, um im Bedarfsfall auch den Jordan mit einer "Wasserspende" versorgen zu können. Gleichzeitig müsse die Brücke am Lippequellteich um einige Zentimeter leicht angehoben werden.

Auch über die Frage, wie der Quellteich direkt mit dem Jordan verbunden werden kann, hat sich der Heimatverein Gedanken gemacht. Möglich sei beispielsweise eine verdeckte Rohrleitung, wie sie noch bis zum Jahr 1972 bestanden habe. Alternativ dazu denkt Hennemeyer über einen kleinen offenen Bach nach, der sich vom Quellteich aus durch den Arminiuspark schlängelt und schließlich im Jordan mündet.

Diese Maßnahme, so der Heimatvereins-Vorsitzende abschließend, lasse sich am besten im Zuge der geplanten Umgestaltung des Lippequellteiches realisieren.

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