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Wilhelm Willeke (v. l.), Günter Böning, Josef Niggemann, Monika Stappert, Jochen Bee, Jochen Drechsler, Markus Laufs, Annette Wittig, Markus Wille, Bernhard Göke, Cornelia Fischer, Michael Tofall und Fritz Farke. - © FOTO: KLAUS KARENFELD
Wilhelm Willeke (v. l.), Günter Böning, Josef Niggemann, Monika Stappert, Jochen Bee, Jochen Drechsler, Markus Laufs, Annette Wittig, Markus Wille, Bernhard Göke, Cornelia Fischer, Michael Tofall und Fritz Farke. | © FOTO: KLAUS KARENFELD
Bad Lippspringe

"Politische Inhalte entscheidend"

Freie Wähler nominieren 16 Direktkandidaten für die Kommunalwahl

13.03.2014 , 13:14 Uhr

Bad Lippspringe. Mit 26,7 Prozent der Stimmen erzielten die Freien Wähler 2009 einen Überraschungserfolg. Zur Kommunalwahl am 25. Mai setzt die FWG nun zum Sprung in den Paderborner Kreistag an.

Mit einem einstimmigen Votum haben die Freien Wähler ihre 16 Direktkandidaten für die kommende Kommunalwahl nominiert. "Die Voraussetzungen, abermals ein starkes Ergebnis zu erreichen, stehen gut", zeigte sich der Fraktionsvorsitzende Markus Wille auf der Mitgliederversammlung der FWG überzeugt. "Unser Team kommt aus der Mitte der Kur- und Badestadt, ist eng mit der örtlichen Vereinswelt verbunden und kennt die Sorgen und Wünsche der hier lebenden Menschen sehr gut."

Erstmals wollen die Freien Wähler auch den Sprung in den Paderborner Kreistag schaffen. Im Wahlbezirk 29 wird Ratsfrau Ulrike Köhler antreten, im Wahlbezirk 30 schicken die Freien Wähler Ratsherr Jochen Drechsler ins Rennen.

Beim Wähler punkten möchte die FWG aber nicht nur mit einer starken personellen Alternative. "Ebenso wahlentscheidend sind die politischen Inhalte", stellte Wille unmissverständlich klar. Große Sorgen bereitet der Wählergemeinschaft der zunehmende Ladenleerstand in der Innenstadt. Hier sei es dringend notwendig, neue Konzepte zu entwickeln und zu fördern. Mehr zentrumsnahe Parkplätze könnten ein wichtiger Standortvorteil sein.

Ganz oben auf der politischen Agenda steht laut Wille die Standortsicherung für ein neues Feuerwehrgerätehaus. Das MW-Gelände scheine in dieser Hinsicht besonders gut geeignet zu sein. Sollten die Verhandlungen mit den Eigentümern aber weiterhin ergebnislos verlaufen, müsse über einen Alternativstandort nachgedacht werden. Wie berichtet, hatte die FWG vor Wochen bereits ein 6.000 Quadratmeter großes Gelände am Pfingstuhlweg ins Gespräch gebracht.

Und auch das machte Wille unmissverständlich klar: Der vom Land forcierte Ausbau der Windenergie dürfe nur im Konsens mit den betroffenen Menschen vorangetrieben werden. Auch zum Reizthema "Auguste-Viktoria-Stift" äußert sich die FWG.

In dem einstimmig verabschiedeten Wahlprogramm sprechen sich die Mitglieder für den Erhalt der historischen Gebäudeteile aus; dabei müssten allerdings wirtschaftliche Gesichtspunkte unbedingt berücksichtigt werden.

Die FWG möchte auch das lebendige Vereinsleben in Bad Lippspringe weiter stärken. Auch in Zukunft müsse die Stadt Proben- und Übungsräume soweit wie möglich kostenlos zur Verfügung stellen.

Ferner wollen die Freien Wähler den innerörtlichen Radverkehr fördern. Sorgen bereitet Wille die Parksituation in vielen Wohnstraßen: "Es kann nicht sein, dass ganze Straßenzüge Tag für Tag zugeparkt werden", kritisierte er abschließend.

Der FWG-Vorsitzende Fritz Farke setzt auf einen fairen Wahlkampf: "Wir werden keinen Mitbewerber diskreditieren, aber inhaltliche Unterschiede natürlich deutlich aufzeigen." Und auch das dürfte den Wähler freuen: Da am 25. Mai nicht nur Kommunal-, sondern auch Europawahlen sind, will die FWG nur sehr sparsam Wahlplakate aufstellen.

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