Dieses Hakenkreuz fand die Polizei auf der L755 zwischen Altenbeken und Langeland. - © Polizei
Dieses Hakenkreuz fand die Polizei auf der L755 zwischen Altenbeken und Langeland. | © Polizei

Altenbeken Nazi-Symbole: Altenbekener Vorfälle von Behörden nicht weiter verfolgt

Die Verfahren zu den Hakenkreuzen auf dem Schützen-Orden und auf der Landstraße sind eingestellt worden

Karl Finke

Altenbeken. Der Nazi-Orden mit blauem Hakenkreuz am Bande war beim Altenbekener Schützenfest womöglich in der Bierlaune eines Kameraden ans Revers von Elmar Rode gerückt, hatte für diesen aber ernste Folgen. Der SPD-Ortsvorsteher legte ein paar Wochen später sämtliche politischen Ämter nieder. Das Ermittlungsverfahren ist inzwischen nach Informationen der Neuen Westfälischen vom Bielefelder Staatsschutz niedergelegt worden. Rode wie auch der Schützenkamerad, der selbst für das Foto mit dem Orden an der Schützenjacke abdrückte, hatten in der öffentlichen Aufarbeitung des Vorfalls auf Drängen des Vorstandes ihre Rücktritte aus der Schützenbruderschaft erklärt. Altenbekens Bürgermeister Hans Jürgen Wessels (SPD) forderte seinerzeit ein konsequentes Handeln aller Beteiligten und nannte den leichtfertigen Umgang mit den Nazi-Symbolen "unverzeihlich". Ob bei der Polizei eine private Strafanzeige in diesem Verfahren vorgelegen hat, ist der Kreispolizeibehörde Paderborn nicht bekannt. Als so genanntes Offizialdelikt wurde der Vorfall an die politische Abteilung im Polizeipräsidium Bielefeld weitergeleitet worden. Bei der Paderborner Staatsanwaltschaft liegen aber keine Akten dazu vor, so die Antwort auf eine Anfrage bei der Behörde. Auf der Landstraße 755 bei Altenbeken war in der Nacht zum 2. September ein mehrere Meter breites Hakenkreuz aufgemalt worden. "Es konnten keine Tatverdächtigen ermittelt werden", lautet die Auskunft der Paderborner Staatsanwaltschaft zu diesen Nazi-Schmierereien.

realisiert durch evolver group