Der Spielplatz muss weichen: Wohl auch der Bolzplatz im mittleren Teil des Geländes am Eggering. - © Jens Reddeker
Der Spielplatz muss weichen: Wohl auch der Bolzplatz im mittleren Teil des Geländes am Eggering. | © Jens Reddeker

Altenbeken Anlieger klagen über geplante Wald-Kita in Altenbeken

Planung am Eggering: Sieben Nachbar-Familien würden die Einrichtung lieber im Driburger Grund sehen. Sie weisen auf den Verlust eines Spielplatzes und befürchten ein erhöhtes Verkehrsaufkommen

Karl Finke

Altenbeken. Die Planung der Gemeinde Altenbeken, am Eggering auf der Fläche eines Spielplatzes einen neuen Waldkindergarten zu errichten, wird von sieben Familien als Anlieger der Straße abgelehnt. Sie hätten als geeignetem Standort dem Driburger Grund den Vorzug gegeben. Eines ihrer Argumente: "Es gäbe dort keine angrenzenden Anwohner." Für die Kinder sei in der Nähe kein Alternativ-Spielplatz vorhanden Die Eggering-Anwohner hatten nach eigenem Bekunden ihre Vorbehalte gegen die Standortwahl dem Altenbekener Bürgermeister Hans Jürgen Wessel vorgetragen. Ein Thema war dabei die am Tag zuvor im Schulausschuss gemachte Aussage, dass der am Eggering bestehende Bolzplatz trotz Bau der Wald-Kita erhalten werden solle. "Das stimmt nicht", so Alexander Schizle als Sprecher der Anwohner. Der Bolzplatz als mittlerer Teil des heutigen Spielplatzes müsste für den Neubau weichen. Diese Konstellation hätte Bürgermeister Wessels den Anwohner bestätigt. Danach wird wohl nur der obere beziehungsweise hintere Teil des Geländes zukünftig Kindern noch zum Spiel zur Verfügung stehen. Den sieben Anwohner-Familien erscheint das vorhandene Spielplatz-Gelände unverzichtbar. "Der Spielplatz wird sowohl von den Kindern im Eggering als auch von diversen Familien der Gemeinde und Umgebung genutzt", so Alexander Schizle - und weiter: "Das Schaukel-Karussell und der Bolzplatz geben dem Spielplatz eine gewisse Besonderheit, die es bald eventuell nicht mehr geben wird." Es sei keine Alternative in der Nähe Für die Kinder sei in der Nähe kein Alternativ-Spielplatz vorhanden. Die Anwohner führen weitere Argumente gegen die Planungen des Waldkindergartens an dieser Stelle ins Feld. Dieser würde für zahlreiche An- und Abfahrten von Eltern durch den Tunnel Bollerbornstraße und auf der ansteigenden Hüttenstraße führen. "Die gefährliche, schlecht einsehbare Kreuzung im Übergang Eggering/Bollerbornstraße führt zu einem höherem Unfallrisiko wegen höheren Verkehrsaufkommens", so der Sprecher der Anwohner. Die Familien stellen für sich aktuell fest, dass Anwohnerinteressen "nicht ansatzweise berücksichtigt" worden seien. Wenn gleiche Bewertungskriterien auf alle angedachten Standorte für die Wald-Kita angewendet würden, müsste aus ihrer Sicht auch der Standort Eggering als "ungeeignet" eingestuft werden. "Der Standort bringt eine Menge Nachteile mit sich", bilanziert Alexander Schizle in seiner persönlichen Abwägung der Alternativen.

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