Grüne Dächer: Das geplante Gebäude soll sich an den Hang am Eggering anschmiegen. Im unteren Bereich sind 15 Parkplätze vorgesehen. - © Planungsbüro W2
Grüne Dächer: Das geplante Gebäude soll sich an den Hang am Eggering anschmiegen. Im unteren Bereich sind 15 Parkplätze vorgesehen. | © Planungsbüro W2

Altenbeken Waldkindergarten in Altenbeken nimmt Gestalt an

Am Eggering: Die geplante Einrichtung für 60 Kinder ist auf drei Seiten von Forst umgeben. Über einen möglichen Zaun muss noch entschieden werden. Barrierefrei ist zunächst nur das Untergeschoss

Karl Finke

Altenbeken. Was mit dem Gedanken an einen Bauwagen im Wald begann, hat in der detaillierten Konzeption einer neuen Kita am Eggering Gestalt angenommen. Das Gebäude eines neuen Altenbekener Waldkindergartens ist am Mittwochnachmittag im Schulausschuss von der Diplom-Ingenieurin Wencke Welker aus dem Bad Lippspringer Architekturbüro W2 vorgestellt worden. Die Eggegemeinde plant eine viergruppige Einrichtung für 60 Kinder. Davon sind 40 Plätze für Kinder über drei Jahre und 20 Plätze für Kinder unter drei Jahre vorgesehen. Das zweigeschossige Gebäude schmiegt sich an einen Hang. Aus dem Obergeschoss (Ü3), er ist von der Zuwegung über eine äußere Treppe erschlossen, können die Kinder ebenerdig in den Außenbereich treten. "Eine so genannte Waschstraße", so Welker, dient dem Wechsel der Kinderkleidung. Oben auf dem Gelände befindet sich heute ein Bolzplatz, der erhalten werden soll. Eine inklusive Kita-Nutzung ist laut Bürgermeister Wessels zur Zeit nicht vorgesehen Ein um drei Prozent geneigtes Flachdach über dem Obergeschoss und ein Pultdach unten sollen begrünt werden und so den Charakter des Waldkindergartens auf dem Gebäude widerspiegeln. Vor dem Gebäude plant das Architekturbüro zunächst 15 Stellplätze für Pkw. Weitere Fahrzeuge könnten aus Sicht der Rathausverwaltung auf dem "acht Meter" breiten Forstweg abgestellt werden, wo auch das Wenden möglich sein soll. Dieser Bereich werde zur Zeit noch überplant. Wald befindet sich an drei Seiten der geplanten Kita. Er sei allerdings "sehr verbuscht", so Bürgermeister Hans Jürgen Wessels: "Da müssen wir was rausnehmen, sonst finden wir die Kinder nicht wieder." Noch nicht entschieden sei, ob der Spielbereich im Wald möglicherweise mit einem Zaun abgegrenzt werden müsse. Aus den Reihen der Ausschussmitglieder wurde die Barrierefreiheit der neuen Kita hinterfragt. Diese wäre nach der aktuellen Planung nur für das Untergeschoss (U3) sichergestellt. "In der Praxis finden wir Lösungen", sagte Bürgermeister Wessels - und weiter: "Auch der Wald ist nicht barrierefrei." Möglicherweise könnte über das Außengelände Rollstuhlfahrern die Zufahrt ermöglicht werden. Oder über eine ansteigende Rampe neben der Treppe an der Grundstücksgrenze. Eine inklusive Kita-Nutzung ist laut Wessels zur Zeit nicht vorgesehen, man könne sie aber für die Zukunft schaffen. Markus Heidebrecht (CDU) machte darauf aufmerksam, dass bei einem Neubau die Barrierefreiheit leichter herzustellen wäre: "Später wird es deutlich teurer." Seine Kollegin Christina Böddeker wies auf Mütter mit Kinderwagen und Großeltern mit Rollator, die die obere Ebene mit dem Mehrzweckraum nur über eine befahrbare Ebene erreichen könnten. Insgesamt erhielt die Planung Zustimmung. Sollten die letzten Beschlüsse im Gemeinderat im Februar fallen, könnte mit dem Bau bereits im Frühjahr 2019 begonnen werden.

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