Vorarbeit für private Schulgründung geleistet: Der Trägervereinsvorsitzende Ingo Kröger und sein Team peilen den Start im Gebäude der früheren Egge-Hauptschule, zuletzt Gesamtschule mit Bad Driburg, zum Schuljahresbeginn 2019/20 an. - © Karl Finke
Vorarbeit für private Schulgründung geleistet: Der Trägervereinsvorsitzende Ingo Kröger und sein Team peilen den Start im Gebäude der früheren Egge-Hauptschule, zuletzt Gesamtschule mit Bad Driburg, zum Schuljahresbeginn 2019/20 an. | © Karl Finke

Altenbeken Altenbekener private Realschule will 2019 starten

Trägerverein: Der Vorsitzende Ingo Kröger stellt im Altenbekener Schulausschuss den Stand der Planungen vor. Schulleitung und Lehrer stehen schon bereit. Eltern müssen 20 Euro im Monat beitragen

Karl Finke

Altenbeken. Die Gründung einer privaten Realschule in Altenbeken befindet sich nach Darstellung des Trägerverein-Vorsitzenden Ingo Kröger auf einem guten Weg. Im Schulausschuss der Gemeinde berichtete er davon, dass eine verantwortliche Schulleitung schon gefunden sei. Die Schule soll im August 2019 an den Start gehen. "Ende September, Anfang Oktober", so Kröger, wolle der Trägerverein bei der Bezirksregierung in Detmold den Antrag auf Genehmigung der privaten Realschule stellen. Das folgende Verfahren dauere "sechs bis neun Monate". Eltern dürften (Schulgesetz) und sollten ihre Kinder zunächst in einer öffentlichen Schule anmelden, dort allerdings ihre Priorität für die später mögliche Anmeldung an der privaten Realschule nicht verheimlichen. "Die Realschule ist eigentlich keine neue Schule sondern die Fortsetzung unserer Schule" Von Pädagogen hat es laut Kröger "viele Interessensbekundungen, auch was die Leitung anbetrifft" gegeben. Der Trägerverein habe sich bereits für eine verantwortliche Kraft entschieden. Die Person verfüge über langjährige Erfahrungen in der Schulleitung an zwei verschiedenen Einrichtungen. Den Namen könne man aber noch nicht bekannt geben, weil die Person zunächst an ihrer aktuellen Arbeitsstelle entsprechende Mitteilungen mache müsse. "Vor zwei Wochen", so der Vereinsvorsitzende weiter, hätten erste Gespräche mit möglichen Lehrern für die Realschule stattgefunden - alle Interessensbekundungen wären jetzt abgearbeitet. "Wir haben aber noch Bedarf", signalisierte Kröger weiteren Interessenten. Der Verein werde aber nicht aktiv auf Pädagogen zugehen. "Von uns will da niemand arbeiten", so der Vorsitzende zum Vereinsteam. Kröger ist Berufsschullehrer in Paderborn und hat einen Sohn in der dritten Klasse. Bürgermeister Hans Jürgen Wessels bezeichnete Unterrichtsaufgaben in der zunächst kleinen Altenbekener Privatschule vor allem für Lehrkräfte in Teilzeit als interessant. Das vorhandene Schulgebäude in Altenbeken, zuletzt Teilstandort der gemeinsamen Gesamtschule mit Bad Driburg, ist "bis auf Kleinigkeiten startfertig", so Kröger. Möglicherweise will die Gemeinde Altenbeken ihr Eigentum an den Trägerverein übertragen. Refinanzieren wird der Trägerverein die Kosten der privaten Realschule bis zu 94 Prozent durch Landesmittel, die verbleibenden Prozente durch die Gemeinde Altenbeken. Ein Elternbeitrag für den Förderverein in Höhe von 20 Euro im Monat pro Kind wird laut Kröger allein für zusätzliche Dinge eingesetzt. Der Trägerverein will nachmittags eine Betreuung der Schülerinnen und Schüler anbieten. Kröger und sein Team hegen keinerlei Zweifel daran, dass für die private Realschule 40 bis 50 Kinder pro Jahrgang angemeldet werden. Ein Geburtsjahrgang zählt in der Gemeinde insgesamt etwa 90 Mädchen und Jungen. Aus den Reihen der Schulausschussmitglieder erntete der Vorsitzende des Trägervereins für die bereits geleistete "tolle Arbeit", so ein Wortbeitrag, durchweg Anerkennung. "Die Realschule ist eigentlich keine neue Schule sondern die Fortsetzung unserer Schule", beschrieb Bürgermeister Wessels die Konkurrenzsituation zu allen Schulen, die aktuell von Altenbekenern besucht werden.

realisiert durch evolver group