Bei der Einführung des Car-Sahring-Projekts im vergangenen Dezember: Marion und Hans Jürgen Wessels (v. l.) mit Peter Mentzel (r.) von ,,App2drive".
 - © Reinhard Peters / Archiv
Bei der Einführung des Car-Sahring-Projekts im vergangenen Dezember: Marion und Hans Jürgen Wessels (v. l.) mit Peter Mentzel (r.) von ,,App2drive".
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Altenbeken Plötzliches Aus für Car-Sharing-Projekt in Altenbeken

Kündigung: Gemeinde Altenbeken enttäuscht von Kooperationspartner

Jens Reddeker

Altenbeken. Die Hoffnung war groß in Altenbeken, als die Gemeinde Mitte Dezember ein Car-Sharing-System einführte. Gemeinsam mit dem Partner "App2drive" sollte auch auf dem Land die Idee leicht verfügbarer Leihautos umgesetzt werden. Per Pressemitteilung verkündete die Kommune am Mittwoch dann aber das Aus der Partnerschaft und damit das Ende des Car-Sharing-Projekts in der Egge - zumindest vorerst. "Leider hat das Unternehmen über eine lange Zeit nicht auf Anfragen und Beschwerden der Gemeinde reagiert", begründet Stadtsprecherin Marion Wessels die Kündigung der Kooperation mit dem Aschaffenburger Anbieter. "Wir wollten im Frühjahr neben dem Angebot von zwei Autos in Altenbeken auch Stationen in Buke und Schwaney einrichten. Doch wir haben keine Rückmeldung des Unternehmens erhalten." Fehlende Zuverlässigkeit Jetzt zogen die Altenbekener die Reißleine. Die fehlende Zuverlässigkeit führte zum Ende der Partnerschaft. Beschwerden von Bürgern habe es zuvor, das betont Wessels, nicht gegeben. Dabei weiß im Rathaus niemand, wie oft die Autos genutzt wurden. "Darüber wurden uns nie Zahlen vorgelegt", sagt Wessels. Trotz dieser negativen Erfahrung plant die Gemeindeverwaltung, auch in Zukunft Car-Sharing anzubieten. Laut Marion Wessels "laufen aktuell Gespräche mit neuen Anbietern." Dabei sei man darauf aus, keine Insellösung für Altenbeken zu finden, sondern Teil eines möglichst für das Hochstift angelegten Projekts zu sein. "Wir werden weiter Wagnisse eingehen, wenn sich der Aufwand für die Gemeinde in vertretbarem Rahmen hält", verkündet sie. Zuletzt hatte die Gemeinde nur zwei Parkplätze stellen müssen, die komplette restliche Abwicklung lief über den - nun gekündigten - Anbieter.

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