Guter Dinge: Das Organisationsteam des Ironscouts 2016 freut sich über die positive Resonanz. 670 Teilnehmer gehen an den Start. - © Daniel Koch
Guter Dinge: Das Organisationsteam des Ironscouts 2016 freut sich über die positive Resonanz. 670 Teilnehmer gehen an den Start. | © Daniel Koch

Altenbeken Von wegen Ironman - Ironscout

Pfadfinderwettbewerb: 670 Teilnehmer sind als Läufergruppen unterwegs und stellen sich den Aufgaben, die ihnen an insgesamt 16 Stationen gestellt werden

Altenbeken. Am Wochenende trafen sich Mitglieder der Deutschen Pfadfinderschaft St.-Georg (DPSG) aus ganz Deutschland zu einem 22-stündigen Wandermarathon in Altenbeken. Der Ironscout, angelehnt an den legendären hawaiianischen Ironman, wird seit 1999 jedes Jahr in einer anderen Region Deutschlands ausgetragen. In diesem Jahr fand die Veranstaltung zum ersten Mal in ihrer 18-jährigen Geschichte im Kreis Paderborn statt. Passend dazu lautete das Motto "Endlich 18! - Schluss mit Kindergeburtstag." Kern des Ironscout ist ein 22-stündiger Orientierungslauf, bei dem die teilnehmenden Läuferteams nur mit Karte und Kompass möglichst viele Stationen finden müssen. An diesen Stationen werden ihnen verschiedene Aufgaben gestellt. Je nachdem wie schnell und erfolgreich sie diese Aufgaben lösen, erhalten die Läufer Punkte. Gewinner des Ironscouts ist das Team, das nach 22 Stunden die meisten Punkte gesammelt hat. An der diesjährigen Veranstaltung nahmen insgesamt 794 Pfadfinder teil. 670 Teilnehmer waren als Läufergruppen unterwegs und stellten sich den Aufgaben, die ihnen von den 16 Stationsteams gestellt wurden. Diese einzelnen Stationen waren in einem Abstand von zehn Kilometern rund um das zentrale Zeltlager in Altenbeken verteilt. An der Wanderstation am Urenberg hatten die Veranstalter des letzten Ironscouts ihr Lager unter dem Titel "Ponyhof! - evacuation in Selm" aufgeschlagen. Die ankommenden Läufergruppen mussten hier einen Parcours absolvieren, an dessen Ende sie spielerisch eine Bombe aus dem zweiten Weltkrieg entschärfen sollten. Das Camp am Sportplatz Sandebeck stand dagegen unter der Regie des DPSG Diözesanverband Hildesheim. Dort hatte der Ausrichter des Ironscouts 2017 für die Wanderer eine Ausgrabungsstätte aus dem antiken Ägypten vorbereitet. Durch das Ausgraben von Tonscherben musste so ein Rätsel gelöst werden, an dessen Ende die Teilnehmer einen Hinweis auf den Veranstaltungsort des nächsten Jahres bekamen. Welchen Stellenwert der Ironscout unter den Pfadfindern hat, lässt sich gut am Einsatz der DPSG Duisburg nachvollziehen. Damit ein Teammitglied, das sich wenige Wochen vor dem Ironscout einer Knieoperation unterziehen musste trotzdem teilnehmen konnte, bastelten ihm seine Kameraden kurzerhand eine Art Wanderrollstuhl aus einem Rollator, einem Fahrradreifen und diverser Tisch- und Stuhlbeine zusammen. Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, sind an diesem Wochenende 60 freiwillige Helfer im Einsatz. An den Planungen des Altenbekener Ironscouts waren seit anderthalb Jahren 17 Personen beteiligt.

realisiert durch evolver group