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"Just in Time" feierte ein erfolgreiches Comeback auf Meiers Deele in Oppenwehe. Das Erfolgsrezept: Rockgitarre und Bläserensemble für einen satten Sound ohne Synthesizer. - © FOTOS: JOST STRAUBE
"Just in Time" feierte ein erfolgreiches Comeback auf Meiers Deele in Oppenwehe. Das Erfolgsrezept: Rockgitarre und Bläserensemble für einen satten Sound ohne Synthesizer. | © FOTOS: JOST STRAUBE

Dem Publikum richtig eingeheizt

Benefiz-Rocknacht mit über 400 Gästen, drei Bands und einem Comeback

Von Jost Straube
06.11.2013 | Stand 04.11.2013, 19:02 Uhr

Stemwede-Oppenwehe. Nach mehr als 20 Jahren hat sich die Band "Just in Time" wieder zusammengefunden. Mit einer grandiosen Rocknacht auf Meiers Deele in Oppenwehe haben die Vollblutmusiker am Samstagabend gezeigt, dass sie nichts verlernt haben.

Mit der Band "Soundpool Circus" aus Melle und der Espelkamper Band "High above L.A." machten sie Meiers Deele zur Rockbühne. Mitorganisator Detlev Gliffe war vor dem Beginn der Veranstaltung zuversichtlich: "Wir haben 200 Karten im Vorverkauf abgegeben, und hoffen auf weitere 200 Gäste, die an der Abendkasse Karten kaufen". Schließlich war das Rockkonzert als Benefizveranstaltung zu Gunsten der Deutschen Kinderkrebshilfe und des Hozpiz Veritas in Lübbecke geplant.

Die Musiker wurden nicht enttäuscht. Über 400 junge und alte Rockfans tanzten und feierten ausgelassen bis in die frühen Morgenstunden. Die Idee für das Benefizkonzert verdanke "Just in Time" ihrem verstorbenen Mitbegründer, Freund und Gitarristen Peter Kokemor.

Zum Auftakt hatte am Samstagabend die Newcomer-Band "Soundpool Circus" ihren partytauglichen Mix aus Klassikern und aktuellen Hits gespielt. Das dieses erst ihr zweiter Auftritt war, merkte man der jungen Band nicht an. Die beiden Frontsängerinnen Annabel Pres und Nicole Ossenschmidt brachten mit dem Gitarristen Jannik Oberdiek, Drummer Hendrik Schulte und Gitarrist Sven Raube eine ordentliche Darbietung. Nach der vom Publikum geforderten Zugabe, konnte das Publikum dann anschließend bei "High above L.A." einsteigen.

Die Espelkamper Garanten für bestens handgemachte Musik heizten dem Publikum so richtig ein. Gitarrist Heinrich Regehr scheute sich nicht, mit seinem Instrument die Bühne zu verlassen, um hautnah am Publikum in die Saiten zu greifen. Auch Sänger Alwin Barg zeigte keine Berührungsängste, holte das Publikum ganz nah an die Bühne. Zahlreiche Arme streckten sich ihm entgegen, als er andeutete, sich ins Publikum fallen zu lassen.

"Es war ein Wagnis, so eine gute Band vor uns spielen zu lassen", lobte Moderator Detlev Gliffe die Musikerkollegen. "Bitte seid so fair und macht bei uns auch so toll mit", bat er das Publikum. Seine Angst war unbegründet.

Als nach 20 Jahren Pause die kleine Rock-Big-Band "Just in Time" wieder auf der Bühne loslegte, gab es kein Halten mehr. Die Fans jubelten. Und die Nervosität der Musiker war schnell verflogen – sie haben nichts verlernt. Spätestens mit Toto's Hit "Rosanna" war das Eis gebrochen. Der satte Klang von Blasinstrumenten zur Rockgitarre war durch nichts zu übertreffen.

Gitarrist Ralph "ZZ-Top" Locker hatte wie früher immer einen flotten Spruch parat.

"Just in Time", das sind Vollblutmusiker. So kann Posaunist Maik Bönker auf eine Vergangenheit als Orchesterchef zurückblicken. Maik hat eine Ausbildung beim Marine-Musikcorps der Bundeswehr gemacht. Auch Frontsängerin Sabine Matthäus ist musikalisch sehr aktiv. Mit ihren Musikschülern ist sie Dauergast auf vielen öffentlichen Veranstaltungen. Saxofonist Marc Osterhage spielt auch bei "High above L.A." Unter den Bläsern bei "Just in Time" ist er am längsten dabei.

Weitere Bandmitglieder sind Roland Meyer, Detlev Gliffe, Jörg Kleine, Andreas Rose, Marc Koschnitzke, Uwe Trant, Christian Hohendorf, Stephan Bante und Friedhelm Schlüter.

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