0

Stemwede "Ausfall traf uns hart"

Fernbleiben von Schaustellern sorgt für dicke Luft in Oppenwehe / Meier vermisst Unterstützung

Von Joern Spreen-Ledebur
17.09.2013 | Stand 16.09.2013, 20:19 Uhr

Nach der kurzfristigen Absage von Schaustellern fehlten am Wochenende auf dem Oppenweher Bünselmarkt Karussells. Nur ein Fahrgeschäft für Kinder war aufgebaut. - © FOTO: HEIDRUN MÜHLKE
Nach der kurzfristigen Absage von Schaustellern fehlten am Wochenende auf dem Oppenweher Bünselmarkt Karussells. Nur ein Fahrgeschäft für Kinder war aufgebaut. | © FOTO: HEIDRUN MÜHLKE

Stemwede. Mit der schönen Resonanz des Dorfabends und des bayerischen Abends sind die Macher des Oppenweher Bünselmarktes zufrieden. Gute Laune aber sieht anders aus: Richtig "angefressen" sind die Oppenweher wegen des Verhaltens von Schaustellern - die mit ihren Karussells dem Rummel trotz früherer Zusagen fernblieben. Und auch am zentralen Stemweder Gewerbeverein gibt's Kritik.

Wie berichtet hatten Schaustellern den Oppenwehern kurzfristig abgesagt, so dass am Wochenende nur ein Kinderkarussell seine Runden drehte. "Der Ausfall der Karussells traf uns hart", sagte gestern Marktmeister Dietmar Meier und sprach von einer "Verkettung unglücklicher Umstände".

Verträge mit den Schaustellern gebe es nicht. Das wäre bei kleineren Märkten auch eher unüblich, meinte Meier. Große Märkte nähmen Vorauszahlungen, die verfielen, wenn die Schausteller nicht kämen. "Wir haben das nie gemacht und sind früher immer gut damit gefahren."

Verträge mit Schaustellern gibt's auch in Levern nicht, wie Hartmut Kollweier gegenüber der Neuen Westfälischen erklärte. Nach Angaben des Vorsitzenden der Leverner Werbegemeinschaft, die den traditionsreichen Rummel seit knapp 40 Jahren organisiert, habe man zwei Schausteller-Familien, die "seit 30, 40 Jahren" dabei seien. "Das sind treue Seelen, auf die wir uns verlassen."

In Oppenwehe herrscht nach Angaben Meiers Unmut gegenüber den Schaustellern, die trotz früherer Zusagen nicht kamen. "Da herrscht völliges Unverständnis." Meier: "Wir hatten keine Möglichkeit mehr, darauf zu reagieren." Seit dem Mittwoch vergangener Woche habe sich Werner Bahnemann von der Gemeindeverwaltung sehr um Ersatz bemüht. Rund 20 Unternehmen habe Bahnemann angerufen und gefragt, ob noch kurzfristig Ersatz möglich sei. Leider sei das nicht von Erfolg gekrönt gewesen, bedauerte Dietmar Meier.

Was es bei den Karussells in diesem Jahr gegeben habe, das dürfe sich nicht wiederholen, machte der Oppenweher Marktmeister deutlich.

Stemwedes Bürgermeister Gerd Rybak hatte am Samstag während der Bünselmarkt-Eröffnung Gespräche der Oppenweher mit dem Gewerbeverein Stemwede und dem Team des Leverner Marktes angeregt. Generell könne man über einen zentralen Stemweder Markt nachdenken und sich mit den anderen zusammensetzen, so Meier.

Er habe wegen Unterstützung auch Adolf Ey angesprochen, den Vorsitzenden des Gewerbevereins Stemwede. Da habe es aber geheißen, dass man sich neutral verhalten und sich nicht einmischen wolle. "Für mich unverständlich", kommentierte Meier gestern diese Reaktion.

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group