Stemwede "Irgendwie ist alles anders"

NW-Mitarbeiter Florian Passlick berichtet vom 18. Wonderland-Festival im Stemweder Berg

VON FLORIAN PASSLICK

Nach den langen Partynächten genossen die Festivalbesucher die etwas ruhigeren Musikeinlagen, schauten sich die Shops auf dem Gelände an und freuten sich über den einen oder anderen Sonnenstrahl. - © FOTOS: FLORIAN PASSLICK
Nach den langen Partynächten genossen die Festivalbesucher die etwas ruhigeren Musikeinlagen, schauten sich die Shops auf dem Gelände an und freuten sich über den einen oder anderen Sonnenstrahl. | © FOTOS: FLORIAN PASSLICK

Stemwede-Wehdem. Das 18. Wonderland-Festival ist Geschichte. Von Donnerstagabend bis Sonntagmittag lebte NW-Mitarbeiter Florian Passlick auf dem Gelände im Stemweder Berg. In seinem Festivaltagebuch berichtet er von seinen Erlebnissen und kleinen Geschichten rund um eines der größten Goa- und Psytrance-Festivals im Bundesgebiet.

Donnerstag 22.50 Uhr: Die Warm-Up Party im Club hat begonnen, es ist recht voll für den ersten Anreisetag. Auch die Campingplätze sind gut belegt, hoffentlich wird das hier nicht zu voll dieses Wochenende! 23.40 Uhr: Der neue Chill-Out am Festivaleingang macht optisch was her. Hängematten, bunt beleuchtete Dekoelemente und ruhige Musik – hier kann man nach langen Partynächten gut entspannen.

Freitag 17.34 Uhr: Der Spielmannszug Wehdem eröffnet den Mainfloor. Immer wieder ein uriger Anblick, wie die Grünröcke ins Waldtal marschieren und manche Gäste verdutzt zuschauen. Alle freuen sich, dass es jetzt endlich losgehen kann. 19.48 Uhr: Der erste starke Regenschauer ist da, die meisten Gäste verstecken sich in ihren Zelten. Wer hart drauf ist, tanzt auch im nasskalten Matsch weiter. 21.14 Uhr: Habe gerade Buni und Luke aus Nordenham vorm DJ-Pult kennengelernt. Die beiden kommen jedes Jahr zum Wonderland und finden es auch dieses Jahr wieder "bombe". "Uns schreckt das Wetter nicht ab, wir stampfen auch im Regen weiter." Das ist die richtige Festivaleinstellung! 23.25 Uhr: Nachts sieht das Gelände einfach am schönsten aus. Die neonbunte Deko und die LEDs rund um die Bühne machen was her. Die Lasershow ist immer wieder der Hammer, ich glaube, hier ich könnte noch ein paar Stunden nur zugucken.

Samstag 13.28 Uhr: Langsam füllt sich der Platz am Waldfrieden wieder, die meisten Festivalbesucher lassen den Tag nach der ersten langen Partynacht ruhig angehen, probieren neues Essen aus oder schauen sich die Shops an. Die ersten Sonnenstrahlen zeigen sich und sorgen für gute Laune. 15.10 Uhr: Habe mich mit Annika Gaurig und Sebastian Telke vom Orga-Team getroffen. Die beiden sind zufrieden, rund 4.500 Besucher wurden bereits gezählt. "Die meisten lassen sich zum Glück nicht vom schlechten Wetter abschrecken und kommen trotzdem – die Stimmung ist super", sagen sie. 15.30 Uhr: Kleine Platzbesichtigung mit dem Orga-Team. Annika und Sebastian zeigen, was sich in den letzten Wochen am Waldfrieden getan hat. Das neue DJ-Pult mit Alutraversen sieht gut aus und fügt sich gut in die Kulisse ein. Von der "Arche Goa" schauen sich viele die bunte Menge am Floor an. 17.51 Uhr: Andrea und Ella aus der Nähe von Augsburg sitzen am See und genießen die Aussicht. Die beiden erzählen mir, dass Goa-Parties in Bayern seltener und längst nicht so groß sind wie das "Wonderland".18.23 Uhr: Hab mir gerade mal die neue "Healing-Area" angeschaut, sieht cool aus. Hier gibt es von Klangtherapie über Ayurweda-Massagen und Yoga bis zur Schwitzhütte alles, was müde Beine munter macht. Die nächste Partynacht steht ja schon an... 22.02 Uhr: Der Mainfloor ist deutlich voller als gestern Abend, die letzten Regenwolken sind abgezogen. Gleich legen ManMadeMan, Avalon und KoxBox auf.Danach noch Tom Nihil auf dem Backyard-Floor.

Sonntag 12.17 Uhr: Die ersten Festivalbesucher bauen ab und machen sich auf dem Heimweg. Ich bleib noch bis zum frühen Abend und schau mir die Schluss-Sets von "Cubixx" und "Protonica" an, dann geht es auch für mich nach Hause.

Mein Fazit: Irgendwie war es diesmal anders, vor allem die neue Bühne und der veränderte Mainfloor waren überraschend.

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