Der Kölner Künstler Gunter Demnig verlegte im November 2015 die ersten Stolpersteine in Rahden. - © Joern Spreen-Ledebur
Der Kölner Künstler Gunter Demnig verlegte im November 2015 die ersten Stolpersteine in Rahden. | © Joern Spreen-Ledebur

NW Plus Logo Rahden Gegen das Vergessen: Weitere Stolpersteine sollen verlegt werden

Der Arbeitskreis "Jüdisches Leben in Rahden" möchte weitere Stolpersteine verlegen und hofft auf Gäste aus dem Ausland. Es gibt ein weiteres Projekt.

Joern Spreen-Ledebur

Rahden. Sie waren geachtete Bürger und engagierten sich im Ort. In Rahden lebten Bürger christlichen und jüdischen Glaubens spätestens seit dem 17. Jahrhundert Tür an Tür. Die im Verhältnis zur gesamten Einwohnerzahl große jüdische Gemeinde war integriert. Sie gehörte einfach dazu.

Ein Rahdener jüdischen Glaubens etwa regierte als König die traditionsreiche Schützengilde – Moritz Ginsberg, in den Jahren 1922/1924. Der Kaufmann Daniel Oppenheim zählte 1914 zu den Mitbegründern der heutigen Volksbank Lübbecker Land.

Nazis entfernten am Denkmal Namen von Kriegstoten

Rahdener Juden kämpften im Ersten Weltkrieg für Kaiser und Vaterland. Nicht jeder kehrte zurück. Die Namen von Erwin Meyer und Hermann Oppenheim wurden am Kriegerdenkmal am Alten Markt angebracht – und von den Nazis wieder entfernt. Erst 1976 gab es einen Ratsbeschluss, die Namen wieder am Denkmal zu zeigen.

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