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Die 1353 gegründete St.-Johannis-Kirche ist der Mittelpunkt Rahdens. Links neben der Kirche ist die restliche Kirchringbebauung zu sehen. - © Torsten Hagemann
Die 1353 gegründete St.-Johannis-Kirche ist der Mittelpunkt Rahdens. Links neben der Kirche ist die restliche Kirchringbebauung zu sehen. | © Torsten Hagemann

Rahden Stadt Rahden kauft historische Häuser am Kirchring

Der Kirchplatz ist der zentrale Punkt Rahdens, die Kirchring-Bebauung ein letztes Stück Alt-Rahden, das noch steht. Die drei Häuser sollen saniert werden. Der Stadtrat hat grundlegend entschieden.

Sonja Rohlfing
11.10.2019 | Stand 11.10.2019, 13:30 Uhr
Joern Spreen-Ledebur

Rahden. Der Rat der Stadt Rahden hat in seiner gestrigen Sitzung den Zwischenerwerb der leerstehenden Kirchringbebauung an der Langen Straße durch die Stadt Rahden genehmigt. Es handelt sich im Einzelnen um die Gebäude Lange Straße 4 (ehemals „Max und Moritz"), Lange Straße 6 (ehemalige Reinigung) und Lange Straße 8 (ehemaliges „Henke-Haus"). Eine entsprechende Erklärung hat die Stadtverwaltung veröffentlicht. Bereits während der jüngsten Bauausschuss-Sitzung hatte die Politik nicht-öffentlich entschieden, die Bemühungen der Verwaltung zur Sanierung der denkmalgeschützten Häuser zu unterstützen. Auf Antrag der FDP-Fraktion hatte sich der Stadtrat am Donnerstagabend öffentlich mit der Kirchring-Bebauung befasst. Alteigentümer wollten Gebäude nicht weiter nutzen Nachdem die Alteigentümer erklärt hatten, die Gebäude nicht weiter zu nutzen beziehungsweise zu sanieren, wurden entsprechende Gespräche zwischen Vertretern der Stadt Rahden und den Alteigentümern geführt. Der Erwerb durch die Stadt ist nach Angaben der Stadtverwaltung ein Zwischenschritt und bildet die Grundlage für die Erarbeitung eines Sanierungs- und Nutzungskonzeptes in Abstimmung mit dem Denkmalschutz und potenziellen Mietern. In den nächsten Wochen und Monaten wird die Stadt Rahden dieses Konzept erarbeiten und sich um Investoren bemühen. Innenstadt soll attraktiver gestaltet werden „Es ist das Ziel in Politik und Verwaltung, das stadtbildprägende Gesicht des Kirchrings auch in Bezug auf die Gebäude 4, 6 und 8 unter Beachtung des Denkmalschutzes ,aufzuhübschen' und damit die Innenstadt von Rahden attraktiver zu gestalten", so Bürgermeister Bert Honsel. Eine heimische Investorengruppe hatte bereits die früheren Altstadt-Stuben am Kirchplatz saniert. Ihren ursprünglichen Plan, auch die drei anderen Gebäude zu sanieren, hatten die Investoren verworfen und mit Problemen mit den Denkmalschützern begründet. Die hatten aber Aussagen widersprochen, nicht zu Kompromissen bereit zu sein. Lediglich einem Abriss habe man nicht zugestimmt, hatten die Denkmalschützer erklärt.

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