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Aus dem Traditions-Gasthaus soll bald etwas ganz anderes gemacht werden. - © Joern Spreen-Ledebur
Aus dem Traditions-Gasthaus soll bald etwas ganz anderes gemacht werden. | © Joern Spreen-Ledebur

Rahden Welche Pflege-Angebote im Gasthaus Ulmenhof in Rahden einziehen sollen

Tagespflege und Wohngruppe ziehen in den Steller Ulmenhof

Joern Spreen-Ledebur
23.09.2019 | Stand 23.09.2019, 20:27 Uhr

Rahden-Stelle. Am 15. Dezember endet an der Mindener Straße eine Ära, dann schließt das traditionsreiche Gasthaus Ulmenhof seine Pforten. Der Name aber bleibt erhalten und das Gebäude an der Mindener Straße soll auch in Zukunft ein zentraler Punkt in Stelle sein. Das jetzige Gasthaus mit Saal und Kegelbahnen wird im Inneren umgebaut. Den Plänen hatte wie berichtet der Rahdener Bauausschuss einmütig zugestimmt. Die Dr.-Bock-Gruppe wird an der Mindener Straße aktiv und sie möchte nach den Worten ihres Geschäftsführers Hans-Eckhard Meyer das Gesicht des Ulmenhofes erhalten. „Erhalten und bewahren – Neues entwickeln, das ist die Maxime." Im Herbst nächsten Jahres soll das Projekt umgesetzt sein. Interessanter Standort für Tagespflege Im Bereich des Saals wird eine Tagespflege entwickelt. Hans-Eckhard und Annette Meyer von der Geschäftsführung der Dr.-Bock-Gruppe verwiesen darauf, dass es für eine Tagespflege Bedarf gebe. Die Tagespflege „Arche" sei zeitweise sehr stark ausgelastet und ein zweiter Standort an der Mindener Straße sei auch wegen der niedersächsischen Nachbarschaft interessant. In den jetzigen Restaurantbereich wird der ambulante Pflegedienst „Pro Senior" einziehen. Am jetzigen Standort Bocks Allee gebe es für den Pflegedienst keine ausreichenden Räume mehr, sagte Hans-Eckhard Meyer. Alternative Wohnform anstelle der Kegelbahn Im Bereich der jetzigen Kegelbahn entsteht eine alternative Wohnform für Senioren. Es werden sechs Apartments geschaffen, die auch von pflege- oder hilfsbedürftigen Senioren bezogen werden können. Nach Angaben von Architekt Mario Holste werden im Obergeschoss fünf und unteren Bereich zwei barrierefreie Wohnungen entstehen. Die hinter dem Ulmenhof befindliche rund 10.000 bis 12.000 Quadratmeter große Grünfläche soll zu einem Wohnpark mit barrierefreien Bungalows entwickelt werden. Holste rechnet damit, dass ein entsprechender Bebauungsplan zwei, drei Jahre braucht. Auf welche Weise ein Stück Ulmenhof erhalten bleibt Hans-Eckhard und Annette Meyer sprachen von einem Konzept für die nächsten 20 bis 25 Jahre. Im Vordergrund stehe nicht die Pflege, sondern die Quartierentwicklung ähnlich wie an der Katzengasse. Der Ulmenhof bleibe aber – und das gelte auch für den Namen. Meyer: „Es wird zwar nicht mehr täglich Bier ausgeschenkt, aber zwischendurch." Örtliche Vereine könnten Räume nutzen, etwa der Sozialverband für dessen Versammlungen. Der Schützenverein Stelle-Stellerloh wird seinen Schießstand auch weiterhin nutzen und muss sich in den kommenden Jahren keine Gedanken machen, wo das Schützenfest gefeiert wird. "Wir würden da nichts blockieren" Bislang steigt das Schützenfest am Ulmenhof. „Der Schützenverein kann sein Fest in den kommenden Jahren erst einmal wie gehabt feiern", machten Hans-Eckhard und Annette Meyer wie auch Mario Holste deutlich. „Wir sehen darin kein Problem", machte Annette Meyer deutlich. Die Bewohner der Wohngruppe könnten doch das Fest besuchen. „Wir würden da nichts blockieren und ich hätte auch nichts dagegen, wenn es so bleiben würde." "Diese alte Verbindung wollen wir bestehen lassen" Wer in den Ulmenhof einziehe, der wolle mitten im Ort sein, ergänzte Hans-Eckhard Meyer. Der Ulmenhof sei für die Menschen in Stelle der zentrale Ort, so Annette Meyer. „Diese alte Verbindung wollen wir bestehen lassen und das Haus öffnen." Mit der nun geplanten Lösung sei die beste Variante gewählt worden, machten Gastronom Friedrich-Wilhelm Hartmann und seine Tochter Jennifer Engels deutlich.

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