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Melanie Petring ("wellcome"), Lothar Pannen (Lebensperspektiven e. V.), Albert Neff (Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Krankenhaus Lübbecke-Rahden), Rose Volz-Schmidt ("wellcome"-Gründerin), Jessica Trylus ("wellcome"), Andreas Bothe (Staatssekretär im NRW-Familienministerium), Andrea Berghaus-Micke ("wellcome"-Landeskoordinatorin), Bianca Winkelmann (Landtagsabgeordnete) und Bürgermeister Bert Honsel. - © Cornelia Müller
Melanie Petring ("wellcome"), Lothar Pannen (Lebensperspektiven e. V.), Albert Neff (Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Krankenhaus Lübbecke-Rahden), Rose Volz-Schmidt ("wellcome"-Gründerin), Jessica Trylus ("wellcome"), Andreas Bothe (Staatssekretär im NRW-Familienministerium), Andrea Berghaus-Micke ("wellcome"-Landeskoordinatorin), Bianca Winkelmann (Landtagsabgeordnete) und Bürgermeister Bert Honsel. | © Cornelia Müller

Rahden Neues Angebot: Hier finden junge Eltern in Rahden Hilfe

Verein stellt ein neues Angebot in Rahden vor.

Cornelia Müller
10.09.2019 | Stand 09.09.2019, 16:16 Uhr

Rahden/Lübbecker Land. Das Baby ist da. Die Freude ist riesig - und dann geht auf einmal gar nichts mehr. Durchwachte Nächte, Geschwisterkinder, die ihr Recht fordern, der ganz normale Alltag: Das alles geht an die Substanz. Glück hat, wer dann auf die Hilfe von Großeltern oder Nachbarn zählen kann und auch mal zum Verschnaufen kommt. Was aber, wenn man ganz auf sich gestellt ist? In Rahden gibt es nun ein neues Hilfsangebot: "wellcome". Der Name steht für "gut ankommen" und "willkommen sein". Während des ersten Lebensjahres ihres Kindes erhalten Väter und Mütter hier ganz praktische Hilfe im Alltag. Von Ehrenamtlichen, die sie zum Beispiel zum Kinderarzt begleiten. Die ein Stündchen mit den Geschwisterkindern spielen, um sie zu beschäftigen. Oder eine Weile auf das Baby aufpassen, damit die erschöpfte Mutter etwas Schlaf nachholen kann. Rahden ist schon der 42. "wellcome"-Standort in NRW Träger von "wellcome" in Rahden ist der Verein "Lebensperspektiven", der in der Feldstraße 4 das "FLIO" (Familienleben im Ort) betreibt. Dort fand nun mit vielen Gästen die offizielle Eröffnung statt - unter anderem waren Andreas Bothe, Staatssekretär im NRW-Familienministerium, die Landtagsabgeordnete Bianca Winkelmann und Bürgermeister Honsel gekommen, um dem 42. "wellcome"-Standort" in NRW einen guten Start zu wünschen. Seinen ersten Einsatz hatte das Team der ehrenamtlichen Helfer da bereits hinter sich, wie die beiden Koordinatorinnen Melanie Petring und Jessica Trylus erfreut vermelden konnten. Sie sind in Zukunft die Ansprechpartnerinnen für alle Familien in Rahden, aber auch im gesamten Lübbecker Land, die diese neue Form von Nachbarschaftshilfe in Anspruch nehmen wollen. "Ich habe nicht gewusst, dass man sich so hilflos fühlen kann" Ehrengast der Eröffnungsfeier war Rose Volz-Schmidt, die "wellcome" 2002 gegründet hatte - aus eigener Betroffenheit. "Es fing an mit der Geburt meiner Tochter", erzählte sie. Alles habe damals gestimmt: ein Wunschkind, beide Eltern perfekt auf die Geburt vorbereitet, Beruf und Familie eigentlich gut vereinbar. Aber dann kam doch alles anders. Die Geburt war schwieriger als erwartet, der Urlaub, den sich ihr Ehemann genommen hatte, bald vorbei - und Rose Volz-Schmidt mit der Tochter allein zu Haus. Buchstäblich. Ohne Nachbarn, ohne Verwandte in Wohnortnähe, ohne Netzwerk. "Ich konnte mir vorher nicht vorstellen, dass man sich als erwachsene Frau so hilflos fühlen kann." Zusammenarbeit mit der Geburtshilfe in Lübbecke Dass es einen großen Bedarf an dem Hilfsangebot von "wellcome" gebe, das eine willkommene Ergänzung der "Frühen Hilfen" sei, bestätigte auch Albert Neff, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Krankenhaus Lübbecke-Rahden. Er freue sich, "dass ich mit dem Krankenhaus Lübbecke so nah dran bin und wünsche mir eine ganz enge Zusammenarbeit mit der Geburtshilfe in Lübbecke".

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