0
Symbolischer Akt: GlasMetall-Geschäftsführer Rüdiger Wolf (Mitte) setzte gemeinsam mit Mitstreitern den ersten Spatenstich für den Neubau des Unternehmens. - © Joern Spreen-Ledebur
Symbolischer Akt: GlasMetall-Geschäftsführer Rüdiger Wolf (Mitte) setzte gemeinsam mit Mitstreitern den ersten Spatenstich für den Neubau des Unternehmens. | © Joern Spreen-Ledebur

Rahden GlasMetall investiert neun Millionen Euro für neuen Standort in Rahden

GlasMetall zieht ins Gewerbegebiet Rahden-Süd um

Joern Spreen-Ledebur
28.08.2019 | Stand 30.08.2019, 10:59 Uhr

Rahden. Zunächst trieb der Wind vereinzelt Staubwolken vor sich her. Dann zogen Wolken auf und in dem Moment, als die symbolischen Spatenstiche erfolgten, begann es zu regnen. Rüdiger Wolf sah das als gutes Omen. Gemeinsam mit einigen Mitstreitern setzte der Geschäftsführer des Rahdener Unternehmens GlasMetall den Spatenstich für den Neubau des Unternehmens im Gewerbegebiet Rahden-Süd. GlasMetall hat derzeit zwei Standorte in der Stadt Rahden – einen in Sielhorst und einen östlich der Bahn auf der Welle. Auf dem neuen, rund 37.000 Quadratmeter großen Grundstück östlich der Seufzerallee werden die beiden Standorte an einem neuen gemeinsamen Ort zusammengeführt. Firma dankt der Stadt für die Unterstützung Die Bauarbeiten haben begonnen und die Bauphase ist gestern mit dem Spatenstich eingeläutet worden. Den einsetzenden Regen bei diesem symbolischen Akt durch ein Gewitter bewertete Rüdiger Wolf positiv. Es sei ein gutes Omen, dass nach Wochen der Hitze und Trockenheit Leben spendendes Wasser vom Himmel falle. Wolf dankte allen, die die Bauphase begleiten werden. Auch der Stadt Rahden, die durch Bürgermeister Bert Honsel und Bau-Fachbereichsleiter Dieter Drunagel vertreten war, dankte Wolf für die Unterstützung. Das Unternehmen investiert nach Angaben von Markus Klein, Geschäftsleitung Vertrieb, rund neun Millionen Euro in seinen neuen Standort. Im Gewerbegebiet Rahden-Süd entstehen zwei Fertigungshallen und ein Verwaltungsgebäude. Wie der Fahrplan für die Baustelle aussieht Zum Sommer kommenden Jahres solle in der Halle für Stahlfertigung der Betrieb aufgenommen werden, bis Ende kommenden Jahres folgt dann die Halle für die Alu-Fertigung. Mitte 2021 soll schließlich auch das neue Verwaltungsgebäude bezogen werden. Nun wird das Gelände geebnet. Das Grundstück sehe ziemlich eben aus, habe aber eine Differenz von drei Metern, merkte Klein an. Danach werden die Fundamente für die erste Halle hergestellt und bis Ende dieses Jahres solle der Hochbau sichtbar sein. Was der wichtigste Synergie-Effekt sein wird Es werde zuerst die Produktion zusammengeführt werden und am neuen Standort den Betrieb aufnehmen, sagte Klein. Das sei der wichtigste Synergieeffekt und werde die Fahrten zwischen den jetzigen beiden Standorten überflüssig machen. GlasMetall beschäftigt in Rahden rund 150 Menschen. Am Standort Haren /Ems sind weitere 30 Beschäftigte bei der Tochtergesellschaft Hagen Stahlbau tätig. GlasMetall wachse und der neue Standort sei auch auf neue Jobs ausgelegt, sagte Markus Klein. Der neue Standort biete Raum für Wachstum. Das Grundstück ist groß genug, um die Gebäude erweitern zu können. Unternehmen ist vielseitig aktiv Was aus den beiden Altstandorten einmal werden soll, ist derzeit kein Thema. Die Flexibilität solle so lange erhalten bleiben, bis der Umzug an den neuen Standort vollzogen sei, sagte Markus Klein. GlasMetall erwirtschaftete im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben knapp 32 Millionen Euro Umsatz. Das Unternehmen hat 21 Produktsparten und 85 Jahre Erfahrung im Baubereich. Zu den Geschäftsbereichen der Rahdener gehören unter anderem der Gewächshausbau, der Industrie- und Gewerbebau inklusive Überdachung, Industrie- und Gewerbehallen, der Bau von Fassaden aus Glas und Stahl und der Bereich „Schöner Wohnen" mit den viktorianischen Glashäusern oder auch Gewächshäusern, Wintergärten und Glashäusern. Im Geschäftsbereich Energiesysteme ist GlasMetall bei Photovoltaik-Anlagen und Speichersystemen aktiv. Gewerbegebiet Rahden-Süd ist jetzt voll Das Gewerbegebiet Rahden-Süd sei mit dem Neubau von GlasMetall hinsichtlich der Flächen ausgereizt, sagte Drunagel. Laut einem Ratsbeschluss soll die Seufzerallee, eine alte Verbindung zwischen Rahden und Alt-Espelkamp, nun für den Autoverkehr abgebunden werden. Radfahrer und Fußgänger können die Straße weiter nutzen. Drunagel geht davon aus, dass die Abbindung um den Jahreswechsel erfolgen wird. Das Gewerbegebiet wird über die Carl-Zeiss-Straße erschlossen.

realisiert durch evolver group