Neue Wohnbereiche: Auch in der Ortschaft Varl sind wie hier am Alten Kirchweg in den vergangenen Jahren viele neue Wohnhäuser erichtet worden. Nun soll nach dem Willen des Rates eine Kita in Varl gebaut werden. - © Joern Spreen-Ledebur
Neue Wohnbereiche: Auch in der Ortschaft Varl sind wie hier am Alten Kirchweg in den vergangenen Jahren viele neue Wohnhäuser erichtet worden. Nun soll nach dem Willen des Rates eine Kita in Varl gebaut werden. | © Joern Spreen-Ledebur

Rahden Rat will Kita für Varl

In Rahden müssen neue Plätze geschaffen werden

Rahden. In der Ortschaft Varl soll ein Kindergarten mit zwei Gruppen gegründet werden: Auf dieses Ziel soll die Stadtverwaltung gegenüber dem Kreis Minden-Lübbecke drängen – dafür hat sich der Stadtrat am Donnerstagabend bei einer Enthaltung ausgesprochen. In der Stadt Rahden fehlen derzeit 50 Kindergartenplätze, 20 sollen in Wehe geschaffen werden. Der Rat hatte im Februar entschieden, den entsprechenden Anbau an der bstehenden Kita zu errichten. Varl und Sielhorst bislang ohne Kita Für die dann noch fehlenden 30 Plätze gäbe es zwei Möglichkeiten – eine Erweiterung des Kindergartens am Boomkamp in Kleinendorf oder ein neuer Kindergarten in Varl für die Ortschaften Varl und Sielhorst. Diese beiden Ortschaften sind die einzigen in Rahden ohne Kita. Die Entscheidung in öffentlicher Sitzung fiel für Varl; es gab einen Antrag der Grünen. Hinter verschlossenen Türen diskutierte der Stadtrat über Details. Zeitdruck wegen anstehender Entscheidung des Kreises Dass die Entscheidung nun fiel, liegt am Zeitdruck. Am 21. Mai will der Jugendhilfe-Ausschuss des Kreises entscheiden, wo in Rahden die 30 Plätze geschaffen werden. Am Boomkamp wäre es aus Sicht von Bürgermeister Bert Honsel hinsichtlich des Baurechtes schon sehr weit. Faktisch aber sei es räumlich sehr eng. Die Situation beim Straßenverkehr bezeichnete Gundel Schmidt-Tschech (UfR) als schon jetzt „sehr kribbelig". Neue Ansicht des Kreises zum Kita-Standort Varl In Varl, sagte der Bürgermeister, müsse Baurecht geschaffen werden. Die Verwaltung müsste sich anstrengen und, aber er vertraue auch darauf, dass die Varler Dinge auf den Weg brächten – inklusive des Grundstücks. Honsel: „Daran müssen wir arbeiten." Sowohl die Erweiterung am Boomkamp in Kleinendorf als auch eine neue Kita in Varl hätten aber die Chance, im August kommenden Jahres an den Start zu gehen. Anders als in der Vergangenheit habe die Stadt nun die Aussage des Kreises, sich eine Zwei-Gruppen-Kita in Varl für Varl und Sielhorst vorstellen zu können, merkte der Bürgermeister an. „Und es gibt wohl Investoren, die in Varl aktiv werden wollen." "Es ist ganz wichtig, dass wir in Varl so was bekommen" Für eine Kita in Varl stimmte unter anderem Hans-Eckhard Meyer (FDP). Das sei gut, weil man eine dezentrale Lösung schaffe. Man könne nicht immer nur über die Entwicklung der Ortschaften sprechen. Eine neue Kita in Varl könnte aus Sicht von Doris Bölk (FWG) die angespannte Situation in Rahden und Kleinendorf entlasten. „Es ist ganz wichtig, dass wir in Varl so etwas bekommen", sagte Anette Streich (CDU). Es stecke schon ganz viel Arbeit dahinter, in der Ortschaft setzten sich Bürger dafür ein. Ähnlich sah das Willi Kopmann (CDU). Aus seiner Sicht sollen Kitas dorthin, wo sie gebraucht würden, sagte Horst-Wilhelm Bruhn (SPD) mit Blick auf 150 Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren in Varl und Sielhorst. In Varl gebe es mehr Kinder als in Wehe, erklärte Friedrich Schepsmeier (SPD).

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