Die Feuerwehr bekämpfte den Brand in einem Ferkelaufzuchtstall in Varl. Für viele Tiere kam jede Hilfe zu spät. - © Joern Spreen-Ledebur
Die Feuerwehr bekämpfte den Brand in einem Ferkelaufzuchtstall in Varl. Für viele Tiere kam jede Hilfe zu spät. | © Joern Spreen-Ledebur

Rahden Peta erstattet Anzeige nach Stall-Feuer in Varl

Die Tierschutzorganisation spricht von „unzureichenden Brandschutzmaßnahmen“

Rahden-Varl. Die Tierschutzorganisation Peta hat nach dem Brand eines Ferkelaufzuchtstalls in Varl am Mittwoch voriger Woche Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Bielefeld erstattet. Die Staatsanwaltschaft bestätigte am Mittwoch den Eingang der Anzeige. Bei dem Brand waren rund 2.000 Schweine ums Leben gekommen. Peta hat nach eigenen Angaben Strafanzeige gegen die Verantwortlichen erstattet. „Angesichts der unzureichenden Brandschutzmaßnahmen wurde möglicherweise billigend in Kauf genommen, dass die Schweine qualvoll ersticken oder bei vollem Bewusstsein verbrennen", wird in der Mitteilung behauptet. Die Tierschutzorganisation dankte darin den am Einsatz beteiligten Feuerwehrmitarbeitern und allen Helfern, die sich für die Rettung der Tiere eingesetzt hätten. Peta bezieht sich auf die Berichterstattung zum Brand Ob sich die Strafanzeige namentlich gegen die Betreiberfamilie richtet, wollte Peta auf Rückfrage nicht sagen. Peta beziehe sich auf die Presseberichterstattung zu diesem Brand und gehe davon aus, dass die Presseberichterstattung zu solchen Großereignissen zutreffend sei, teilte Edmund Haferbeck von der Wissenschafts- und Rechtsabteilung auf Nachfrage mit. „Um welchen Hof es sich handelt, dürfte für die Lokalpresse problemlos herauszufinden sein." Haferbeck weiter: "Die Betreiber des Hofes sind uns nicht bekannt, die Strafanzeigen werden erstattet mit dem Zusatz, dass diese den Behörden ja bekannt sind." Die in der Peta-Mitteilung aufgestellte Behauptung von unzureichenden Brandschutzmaßnahmen wollte Haferbeck auf Nachfrage der Redaktion relativieren und behauptete stattdessen, es werde von „mutmaßlich unzureichenden Brandschutzmaßnahmen" gesprochen". Mitarbeiter von Peta seien „natürlich" nicht vor Ort gewesen. Peta erstatte in solchen Fällen Anzeige, um Bevölkerung und Behörden darauf aufmerksam zu machen, dass in Genehmigungsbescheiden Brandschutzmaßnahmen in Ställen umzusetzen seien. Die betroffene Familie war nicht erreichbar.

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