Gute Nachricht: Bei dem entflohenen Känguru handelt es sich nicht um das Muttertier, das gerade Junge hat. - © Susanne Ismer
Gute Nachricht: Bei dem entflohenen Känguru handelt es sich nicht um das Muttertier, das gerade Junge hat. | © Susanne Ismer

Rahden-Ströhen Kängurus aus Tierpark Ströhen ausgebüxt

Gewittersturm versetzte Tiere in Panik. Eines konnte wieder eingefangen werden. "Eddy" ist noch auf der Flucht

Kirsten Tirre

Rahden-Ströhen. Ausgelöst durch einen kurzen, aber heftigen Gewittersturm am Samstagabend, bei dem mehrere Äste von den trockenen Bäumen herabfielen, sind im Tierpark Ströhen zwei Bennettkängurus aus ihrem Gehege entwichen. Das gab Tierparkleiter Nils Ismer bekannt. Von den beiden flüchtigen Tieren konnte bisher nur eines wiedergefunden werden. „Einer der Äste ist so unglücklich auf die Gehegebegrenzung gefallen, dass es den Kängurus möglich war zu entkommen", so Tierpfleger Jürgen Grimberg, der den Ausbruch am Sonntagmorgen gegen 6 Uhr bemerkte und eines der Tiere nach kurzer Zeit wieder einfangen konnte. Das andere Tier, es heißt "Eddy"  ist seit nunmehr vier Tagen verschwunden. Benettkängurus seien friedliche Tiere. Sie leben in Wäldern und Gebüschen Australiens und ernähren sich vorwiegend von Gräsern und Kräutern. Ausgewachsene Tieres sind bei einem Gewicht von rund 26 Kilogramm bis zu 75 Zentimeter hoch. Das kleine Känguru ist graubraun und hat rotes Fell im Nacken und an den Schultern. Daher wird es auch Rotnackenwallaby genannt. Aufgrund der vielen Maisflächen ist es schwierig, das Tier zu sichten Aufgrund der vielen Maisflächen in Ströhen und der Umgebung sei es schwierig, das Tier zurzeit zu sichten oder gar einzufangen. Die Landwirte in der Umgebung würden bereits die Augen offen halten. "Eddy" wurde Mittwochmorgen von aufmerksamen Autofahrern  gegen 5 Uhr unweit vom Tierpark gesehen. Er konnte aber anschließend nicht gefunden werden. Seine Spur verlor sich in einem Maisfeld. Der Tierpark Ströhen würde sich bei Sichtung durch Bürger über einen Hinweis freuen. Wer das Känguru gesehen hat, möchte mit dem Tierpark unter Tel. (0 57 74) 5 05 Kontakt aufnehmen. „Das einzig Positive ist, dass es sich bei dem entwichenen Tier nicht um das Muttertier mit Jungtier handelt" so Tierparkleiter Dr. Nils Ismer. Im Tierpark sind in diesem Jahr zwei Babykängurus zur Welt bekommen. Eines davon ist schon sehr aktiv, das zweite hat gerade erst angefangen von Zeit zu Zeit aus dem Beutel der Mutter zu schauen.

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