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Ist Geschichte: Vor einigen Wochen wurde das Realschulgebäude abgerissen. Eine der Linden (hinten rechts im Foto) musste ebenfalls weichen. - © Heike von Schulz
Ist Geschichte: Vor einigen Wochen wurde das Realschulgebäude abgerissen. Eine der Linden (hinten rechts im Foto) musste ebenfalls weichen. | © Heike von Schulz

Pr. Oldendorf CDU zu Baumfällung im Stadtzentrum: "Falsches Bild erzeugt"

Aldi-Neubau: Nachdem eine der großen Linden auf dem ehemaligen Realschulgelände gefällt werden musste, gab es Kritik von der SPD. Nun meldet sich die CDU zu Wort und spricht von „Stimmungsmache“.

14.07.2020 | Stand 13.07.2020, 18:09 Uhr

Pr. Oldendorf. Eine der großen Linden, die auf dem ehemaligen Realschulgelände stand, auf dem jetzt der Aldi-Markt gebaut wird, musste vergangene Woche gefällt werden. Ursprünglich hätte sie stehen bleiben sollen. Vor diesem Hintergrund ist jetzt ein Streit zwischen SPD und CDU entbrannt. Nach der Kritik der SPD an der Baumfällung meldet sich nun die CDU zu Wort.

„Zunächst einmal bedauert auch die CDU, dass ein weiterer Baum gefällt wurde und von den großkronigen Bäumen auf dem ehemaligen Realschulgelände nur noch eine Linde steht", schreibt CDU-Fraktionsvorsitzender Herbert Weingärtner.

„Allerdings maßen wir uns nicht an, beurteilen zu können, ob ein Baum noch seine Standfestigkeit hat, wenn Hauptwurzeln gekappt werden mussten." Dieses solle man den Gutachtern und den Fachleuten überlassen.

"Maßen uns nicht an, beurteilen zu können, ob ein Baum noch Standfestigkeit hat"

„Es kann auch nicht sein, dass eine solche Veränderung der Situation erst in der Politik beraten werden muss. Dieses ist Geschäft der laufenden Verwaltung", so Weingärtner weiter. Andernfalls werde die Verwaltung in ihrem Handeln lahmgelegt, „was die SPD allerdings offenbar mit solchen Forderungen auch betreiben will". Aber auch in der Sache werde „wieder einmal nicht bei den Tatsachen" geblieben und die Aussagen des Fraktionsvorsitzenden Jan Hendrik Maschke entsprächen nicht der Wahrheit, so der Fraktionsvorsitzende.

„Der in der Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses am 21. Mai 2019 eingebrachte Vorentwurf der 2. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 16 PO sieht zunächst eindeutig den Erhalt nur einer einzigen Linde vor. Dieses kann der beigefügten Planzeichnung, die von jedermann in den öffentlichen Sitzungsunterlagen eingesehen werden kann, eindeutig entnommen werden."

»Man wollte versuchen, weitere Linde zu erhalten«

Erst im Laufe der politischen Beratungen seien auf Kosten des Investors Untersuchungen angestellt worden, ob nicht doch weitere Linden oder sogar Platanen erhalten werden könnten. Ergebnis der Begutachtung sei gewesen, dass keine Platane erhalten werden konnte, aber man versuchen würde, eine weitere Linde an der B 65 zu erhalten.

„Allerdings wurde zu dem Zeitpunkt schon darauf hingewiesen, dass diese sehr nahe an der Anlieferung und der Lärmschutzwand stehe und man erst beim Bau feststellen könne, ob nicht durch die Fundamentarbeiten doch eine Beeinträchtigung der Standsicherheit eintreten würde", heißt es weiter.

Daraufhin sei bei der Entscheidung über die vorgenommenen Abwägungsvorschläge in der Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses am 19. September 2019, in der auch Jan Hendrik Maschke mit am Beratungstisch gesessen hätte, erstmals die zweite Linde als erhaltenswert in die Planung aufgenommen worden und so später auch bei der Verabschiedung des Bebauungsplanes festgeschrieben worden.

„Zum Bedauern aller ist es nun anders gekommen und die Linde konnte nicht stehen bleiben. Wenn die SPD und ihr Fraktionsvorsitzender hier nun von leeren Worthülsen, Wortbruch, Willkürherrschaft und nicht transparenter Politik des Bürgermeisters sprechen, muss man in Kenntnis der Wahrheit annehmen, dass hier in Anbetracht der im September anstehenden Kommunalwahl bei den Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt und damit auch den Wählerinnen und Wählern ein falsches Bild erzeugt und Stimmung gegen den Bürgermeister gemacht werden soll", so Weingärtner.

Angesichts der Wahl „falsches Bild erzeugt"

Wer solche Anschuldigungen erhebe, solle sich vorher sachkundig machen, „wenn einem die Einzelheiten aus der Sitzung so vielleicht nicht mehr in Erinnerung sind".

Vielleicht erinnerten sich aber ja aufmerksame Zuhörer und Zeitungsleser auch noch an die letzte Ratssitzung, in der Jan Hendrik Maschke sich einen fairen und sachorientierten Wahlkampf gewünscht hat und eine Arbeit zum Wohle der Stadt sowie bis zur Wahl keine persönlichen Attacken, so die CDU weiter.

„Mit diesen Aussagen und der Wortwahl zur Fällung der Linde wird deutlich, das sein Wunsch nur leere Worte sind oder eine einseitige Forderung."

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