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Navigation: Die Aufnahmen der Apple-Autos dienen zur Verbesserung des Dienstes Apple Maps, heißt es. - © Heike von Schulz
Navigation: Die Aufnahmen der Apple-Autos dienen zur Verbesserung des Dienstes Apple Maps, heißt es. | © Heike von Schulz

Lübbecker Land Apple-Autos kommen erst 2020 in den Mühlenkreis

Seit ein paar Wochen sind Apples Kamerawagen in Deutschland unterwegs. Der Konzern bekräftigt, die Privatsphäre zu achten. Für dieses Jahr steht der Kreis Minden-Lübbecke noch nicht auf der Terminliste.

Sandra Spieker
10.08.2019 | Stand 09.08.2019, 20:34 Uhr

Lübbecker Land. Jetzt kommen die Apple-Autos: Fast zehn Jahre nach dem Streit über Google Street View schickt jetzt der iPhone-Hersteller seine Kameraautos auf die Straßen. Die Aufnahmen sind zur Verbesserung des Dienstes Apple Maps gedacht, könnten aber auch in einem anderen Angebot des Konzerns landen. Wann die Kamera-Autos im Mühlenkreis unterwegs sind, ist nicht ganz klar. Derzeit fahren die weißen Autos in größeren Städten, aber auch in dünn besiedelten Gebieten umher, um Gebäude, Straßen und Landschaften digital zu erfassen. Apple informiert online über die Terminplanung für die Fahrten. Für den Zeitraum bis September sind Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Thüringen und Brandenburg für die Datenerfassung aufgelistet. Orte und Zeitpläne könnten etwa wegen der Wetterlage geändert werden, schränkt Apple zugleich ein. In der Terminübersicht fehlen derzeit die Bundesländer NRW, Niedersachsen, Berlin, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein. Rund 80 Autos sind in Deutschland unterwegs Der Kreis Minden-Lübbecke steht zwar in der Liste der zu erfassenden Gebiete – aber noch ohne Datum. Ebenso wie der benachbarte Landkreis Osnabrück soll der Mühlenkreis laut Apple erst 2020 an der Reihe sein. Das berichtet die Neue Osnabrücker Zeitung. Die bundesweit gut 80 Autos enthalten neben Rundumkameras auch Laser-Messgeräte auf Radarbasis, die die Umgebung dreidimensional erfassen, eine genaue Ortserfassung per GPS, Sensoren für genaue Fahrleistung und mehr. Die Bilder könnten in Zukunft auch in dem neuen Panorama-Dienst Look Around („Umsehen") zum Einsatz kommen. Das ist Apples Konkurrenzangebot zu Google Street View, bei dem der Betrachter einen 360-Grad-Rundumblick bekommt. Bei Look Around können Nutzer sich auf dem Bildschirm durch dreidimensionale Darstellungen von Straßenzügen bewegen. Die Funktion soll im Herbst zunächst für einige ausgewählte Gebiete wie die Umgebung von San Francisco verfügbar sein. Gesichter und Autokennzeichen werden bei Look Around – wie auch etwa bei Googles Street View – automatisch verpixelt, heißt es. Neuer Dienst "Look Around" Der Start von Googles Street View Mitte 2010 wurde von der Debatte um das Recht auf Verpixelung nicht nur der Gesichter, sondern auch der Wohnhäuser überschattet. Auch hierzulande beschäftigte sich damals die Kommunalpolitik mit dem Thema. Die Siedlergemeinschaft Fiestel sammelte Unterschriften. Die Stadt Lübbecke und die Gemeinde Hüllhorst hatten sich damals der Rechtsauffassung des Städte- und Gemeindebund angeschlossen, die Kommunen könnten die Tätigkeiten von Google Street View „nicht unterbinden". Vor Deutschland fuhren Apples Kamerawagen in Europa bereits Straßen in Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Kroatien und Slowenien ab. (mit Material von dpa)

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