Die Bundesstraße 214 war für die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen mehrere Stunden voll gesperrt. Zur Ermittlung der genauen Unfallumstände wird ein Gutachter eingesetzt. - © Marc Henkel, dpa/Freiwillige Feuerwehren Nienburg
Die Bundesstraße 214 war für die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen mehrere Stunden voll gesperrt. Zur Ermittlung der genauen Unfallumstände wird ein Gutachter eingesetzt. | © Marc Henkel, dpa/Freiwillige Feuerwehren Nienburg

Pr. Oldendorf CDU-Ratsherr und Lebensgefährtin tödlich verunglückt

Der Pr. Oldendorfer Ratsherr Karl-Heinz Gottlieb (73) und seine Lebensgefährtin sind am Samstagabend gegen 19 Uhr auf der Bundesstraße 214 zwischen Nienburg und Steimbke bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Zusammenstoß beim Überholen eines Busses Nach bisherigen Erkenntnissen soll der 42-jährige Fahrer eines VW Multivan aus dem Landkreis Nienburg frontal mit dem entgegenkommenden Pkw des Lashorster Paares zusammengeprallt sein, während er einen Bus überholte. Wie die Polizei Nienburg weiter mitteilt, starben die 63-jährige Fahrerin und ihr Beifahrer noch an der Unfallstelle. Die anderen Unfallbeteiligten, der schwerstverletzte Transporter-Fahrer und zwei Leichtverletzte,  wurden durch den Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser gebracht. Axel Bergmann, Sprecher der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, bestätigte am Montag auf NW-Nachfrage, dass der Fahrer des Multivans den Reisebus überholt hat: "Das steht fest", dafür gebe es auch Zeugen - andere Verkehrsteilnehmer, die auf der "stark befahrenen" B 214 unterwegs gewesen seien. Im Bus habe nur der Fahrer gesessen. Drei Personen eingeklemmt Den Zusammenprall des Multivans mit dem VW Fox der Lashorster bezeichnet Bergmann als "extrem heftig". Dadurch seien sowohl der Fahrer des Transporters als auch das Pr. Oldendorfer Paar in ihren Fahrzeugen eingeklemmt worden. Den Fahrer des VW-Transporters hätten Feuerwehrleute mit schwerem Gerät relativ schnell aus seinem Fahrzeug befreien können. Die Insassen des Fox seien jedoch so stark eingeklemmt gewesen, dass die Feuerwehr mehr als 60 Minuten mit hydraulischem Rettungsgerät benötigt habe. Karl-Heinz Gottlieb und seine Lebengefährtin hätten nur noch tot geborgen werden können. Der Fahrer des Transporters kam zunächst in ein nahe gelegenes Krankenhaus. Später wurde er aufgrund seiner schweren Verletzungen mit einem Hubschrauber in ein anderes Krankenhaus verlegt. 80 Feuerwehrleute im Einsatz Ein unmittelbar hinter dem Kleinwagen der 63-jährigen Lashorsterin fahrender BMW konnte trotz Vollbremsung einen Zusammenstoß nicht verhindern. Ein weiteres nachfolgendes Fahrzeug dahinter schaffte es, rechtzeitig zu bremsen. Polizeisprecher Bergmann zufolge waren 80 Feuerwehrleute an der Unfallstelle im Einsatz, sechs Streifenwagen, vier Rettungswagen, zwei Notärzte sowie Mitarbeiter der Straßenmeisterei. Die Ermittlungen dauern an. Bergmann: "Zur Ermittlung der genauen Unfallumstände hat die Staatsanwaltschaft angeordnet, dass ein DEKRA-Gutachter eingesetzt wird." Bestürzung im Pr. Oldendorfer Rathaus "Wir haben mit großer Bestürzung von Karl-Heinz Gottliebs Tod erfahren", sagt Marko Steiner. "Er war ein aktives und sehr engagiertes Mitglied im Rat und in Gremien." 1984 habe Gottlieb als sachkundiger Bürger begonnen, so der Bürgermeister. Von 2004 bis 2009 und seit 2010 war er Ratsmitglied. Aktuell hatte Gottlieb den Vorsitz des Ausschusses Soziales und Jugend und war im Seniorenbeirat tätig. "Der plötzliche Tod von Herrn Gottlieb hat ein großes Loch gerissen, das nicht so einfach zu schließen ist, betont Steiner. "In Gedanken sind wir bei seiner Familie und fühlen mit ihr."

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