Ärgerlich: Vandalismus ist an der Grundschule Pr. Oldendorf zum Problem geworden. - © Foto: Joern Spreen-Ledebur
Ärgerlich: Vandalismus ist an der Grundschule Pr. Oldendorf zum Problem geworden. | © Foto: Joern Spreen-Ledebur

Pr. Oldendorf Vandalismus an der Grundschule Pr. Oldendorf

Fast 295.000 Euro investiert die Stadt in die Sanierungsarbeiten

Sandra Spieker-Beutler
11.01.2019 | Stand 11.01.2019, 16:15 Uhr

Pr. Oldendorf. In den Sommerferien geht es in den Schulen in Pr. Oldendorf wieder rund: Vor allem in Sonnenschutz, neue Fenster, Akustikdecken, Anstrich und die Sporthalle an der Grundschule Pr. Oldendorf (295.000 Euro) wird investiert - mit Hilfe des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes und des Programms "Gute Schule 2020". "Das Geld haben wir bitter nötig", so Bürgermeister Marko Steiner im Schul-, Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss. Klaus Tellbüscher von der Stadtverwaltung machte deutlich, in welch schlechtem Zustand Sonnenschutz und Fenster in den Klassenräumen derzeit sind. Bei der Sanierung der Sporthalle an der Grundschule Pr. Oldendorf werden unter anderem der Fußboden und die Heizung komplett erneuert, ein zweiter Rettungsweg muss ebenfalls geschaffen werden. In Zukunft soll im Primarstufenbereich nur noch die Grundschule Pr. Oldendorf eine Schule des "Gemeinsamen Lernens" sein. Dem stimmte der Ausschuss zu. Das Schulamt sei auf die Stadt zugekommen, berichtete Fachbereichsleiterin Marlies Bormann. Auch wenn den beiden Grundschulen ausreichend Stellen für die sonderpädagogische Förderung zugewiesen worden seien, könnten diese aufgrund des Fachkräftemangels nicht besetzt werden. Elf Schüler mit Förderbedarf Derzeit gibt es in Bad Holzhausen drei Schüler mit Förderbedarf, in Pr. Oldendorf sind es acht. Bad Holzhausen sei dafür eine Lehrerstelle zugewiesen, für Pr. Oldendorf seien es anderthalb Stellen. In der Realität gibt es aber nur eine Stelle für beide Schulen. Die Lehrkraft arbeitet vier Tage die Woche in Pr. Oldendorf und einen Tag in Bad Holzhausen. Man sei sich in Bezug auf die neue Regelung schnell einig gewesen, betonte Christina Meese, Leiterin der Grundschule Pr. Oldendorf. Die Beratung bleibe. Kein Kind müsse die Schule wechseln. Sie verkündete aber auch schlechte Nachrichten: An der Grundschule Pr. Oldendorf ist in letzter Zeit Vandalismus zum großen Problem geworden. Scheiben wurden eingeschlagen, Schilder abgerissen, es gab einen Einbruchsversuch und immer wieder Treffen von bis zu 20 Jugendlichen auf dem Schulhof. "Ich habe schon zweimal die Polizei gerufen", so Meese. Sie nimmt an, dass sich der Treffpunkt der Jugendlichen wohl vom Busbahnhof an der ehemaligen Realschule zur Grundschule verlagert habe. Marlies Bormann sagte, dass zum zweiten Halbjahr daher eine Videoüberwachung an der Schule eingerichtet werde.

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