Begeisterte Zuhörer: Bei bestem Sommerwetter waren alle Plätze besetzt: - © Imme Lohmeyer-Lorek
Begeisterte Zuhörer: Bei bestem Sommerwetter waren alle Plätze besetzt: | © Imme Lohmeyer-Lorek

Pr. Oldendorf-Lashorst In Lashorst herrscht Gemeinschaftsgefühl

Dorfgemeinschaft: Mit heiteren und humorvollen Darbietungen auf der Bühne beim bunten Nachmittag wird gebührend der 65. Lashorster Heimattag gefeiert

Imme Lohmeyer-Lorek

Pr. Oldendorf-Lashorst. „Heimat ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich, da viele Menschen aus unterschiedlichen Kulturen ihr Zuhause verlassen müssen. „In Lashorst aber wird noch Heimat gelebt", schlussfolgerte Bürgermeister Marko Steiner in seinem Grußwort anlässlich des 65. Lashorster Heimattages. Dieses Gemeinschaftsgefühl beflügele wohl auch die Lashorster als kleinster Gemeinde Pr. Oldendorfs zu ihrem unermüdlichen Einsatz, der das kulturelle und soziale Leben der Stadt bereichert, so Steiner. Dem Lob ihres Vorredners schlossen sich Hartmut Kämper aus dem Chorverband Nordostwestfalen (Bezirksgruppe Lübbecke) und Karl-Wilhelm Finke als Stadtheimatpfleger Pr. Oldendorfs an und stellten Lashorst als „ein gutes Beispiel für motivierte Dorfgemeinschaft" dar. Namentlich erwähnt wurden Wilhelm Püffke als hochbetagtes Gründungsmitglied des Heimatvereins (85 Jahre) sowie Wilhelm Sandmeyer als langjähriges Mitglied, der aus seiner „Erinnerung 1954" rezitierte. Kinder hatten fleißig geübt und führten Musikstücke auf Das strahlende Sommerwetter am Sonntagnachmittag sorgte dafür, dass bei der Bühne an der Alten Schule kein Stuhl mehr frei war. Der bunte Nachmittag sollte der Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 65. Lashorster Heimattages sein. Am Samstag feierte der Heimatverein „Singgemeinde" Lashorst sein 85-jähriges Vereinsjubiläum. Viele Besucher aus Lashorst und Umgebung verfolgten am Sonntag das bunte Bühnengeschehen, bei dem sich gemeinsame Lieder und Darbietungen der einzelnen Gruppen des Heimatvereins abwechselten. Heiter und humorvoll waren die Beiträge der Singgemeinde oder der Laienspielschar, eindringlich hingegen der Trommelaufmarsch der Instrumentalgruppe. Aber was wäre Lashorst ohne seine Kinder, die sich für ihre musikalischen Auftritte als Prinzessin, Piraten und Indianer verkleidet hatten und bekannte Melodien aus Film und Musical darboten. Übrigens, nach den Herbstferien startet eine neue Kinder-Flötengruppe für Anfänger unter Leitung von Anke Mewis und zwar freitags von 14.30 bis 15.15 Uhr in der Alten Schule. Nähere Information unter anke.mewis@directbox.com Die Lashorster sind eine sehr kleine Gemeinschaft und schauen vielleicht gerade daher auch über den Tellerrand. So hatten sie wieder den Kindergarten „Baum des Lebens" aus dem benachbarten Getmold-Schröttinghausen eingeladen, der Lashorst mit Liedern aus dem Wilden Westen unsicher machte und dafür viel Applaus erntete. Auch die Chorgemeinschaft „Frohsinn" aus Levern bereicherte durch amerikanische und deutsche Volkslieder das Programm. Durstig waren die Besucher an diesem heißen Nachmittag allemal. So ließen sie sich das eine oder andere Bier zapfen bei Karl-Heinz Gottlieb, der seit 42 Jahren dem Heimatverein die Treue hält. Das Leben in Lashorst sei für ihn untrennbar mit dem Heimatverein verbunden. „Vor allem das enge Miteinander schätze ich am Heimatverein. So etwas gibt es in der Großstadt nicht. Wir wollen hoffen, dass der Heimatverein noch lange besteht", Karl-Heinz Gottlieb. Das hofften mit ihm viele Besucher, die sich noch am reichhaltigen Kuchenbuffet labten oder die selbst gefertigten Strick- und Bastelwaren bewunderten, die Aussteller aus der Umgebung auf der Rasenfläche an der Schule anboten.

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