Zwar ist im Kreis Wesel und im südöstlichen Münsterland das erste Wolfsgebiet von NRW ausgewiesen worden, doch die meisten Wölfe sind in Ostwestfalen-Lippe registriert worden. - © Sarah Jonek
Zwar ist im Kreis Wesel und im südöstlichen Münsterland das erste Wolfsgebiet von NRW ausgewiesen worden, doch die meisten Wölfe sind in Ostwestfalen-Lippe registriert worden. | © Sarah Jonek

Unfall Toter Wolf auf der A2 bei Porta Westfalica gefunden

Der Kadaver wird in Berlin untersucht und dann fürs Museum präpariert

03.04.2019 | Stand 03.04.2019, 12:15 Uhr

Porta Westfalica (groe). Einen toten Wolf mit schweren Verletzungen hat die Autobahnpolizei Herford am frühen Morgen des 30. März auf der Fahrbahn der A2 gefunden, bestätigt das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV). Wahrscheinlich wurde das 38 Kilogramm schwere männliche Tier überfahren. Es handelt sich um den zweiten in Nordrhein-Westfalen tot aufgefundenen Wolf. Bereits am 2. April 2017 wurde in Petershagen im Kreis Minden-Lübbecke ein männlicher Wolf durch einen Verkehrsunfall getötet. Dieser Wolf wog 43 Kilogramm und war knapp zwei Jahre alt. Der Wolf kommt ins Museum Genetische Untersuchungen ergaben, dass er aus dem Rudel Altengrabow in Sachsen-Anhalt stammte. Das Tier befindet sich als Präparat im LWL-Museum für Naturkunde in Münster, wo auch der 1835 bei Ascheberg erlegte Wolf verwahrt wird, der lange Zeit als letzter Wolf auf NRW-Gebiet galt. Auch der jetzt in Porta Westfalica gefundene Wolf wird nach der veterinärpathologischen und genetischen Untersuchung für die Sammlung des Museums in Münster präpariert. Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin ist deutschlandweit das Referenzinstitut für das Monitoring tot aufgefundener Wölfe.

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