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Nach dieser Chaosfahrt sitzt ein 23-jähriger Mann jetzt in Untersuchungshaft. - © Andreas Frücht
Nach dieser Chaosfahrt sitzt ein 23-jähriger Mann jetzt in Untersuchungshaft. | © Andreas Frücht

Minden Raser flüchtet innerorts mit 110 km/h vor Polizei und sitzt nun in U-Haft

Eine Richterin erließ am Sonntag Haftbefehl gegen den aus Serbien stammenden Mann wegen Fluchtgefahr. Er trat sogar weiters aufs Gaspedal, als die Polizei ihn verfolgte.

02.12.2019 | Stand 02.12.2019, 12:59 Uhr

Minden (mt). Unfallflucht, Missachtung mehrerer roter Ampeln, Flucht vor der Polizei, eine Fahrt mit 110 Stundenkilometern im Stadtgebiet und Gefährdung weiterer Verkehrsteilnehmer: Nach dieser Chaosfahrt sitzt ein 23-jähriger Mann jetzt in Untersuchungshaft.

Minden (mt). Unfallflucht, Missachtung mehrerer roter Ampeln, Flucht vor der Polizei, eine Fahrt mit 110 Stundenkilometern im Stadtgebiet und Gefährdung weiterer Verkehrsteilnehmer: Nach dieser Chaosfahrt sitzt ein 23-jähriger Mann jetzt in Untersuchungshaft. Wie die Polizei mitteilte, hatte der Autofahrer am Samstagnachmittag zunächst an der Ecke Zähringer Allee/Kingsley-Allee in Minden beim Zurücksetzen den Seat einer 28-jährigen Mindenerin beschädigt. Statt sich um den Schaden zu kümmern, zog sich der Mann eine Kapuze über den Kopf, überfuhr mit seinem Peugeot die Kreuzung bei "Rot" und gab Gas. Die Seat-Fahrerin zeigte sich laut Polizei davon unbeeindruckt und nahm zusammen mit ihrem Beifahrer die Verfolgung des Mannes auf. Gleichzeitig alarmierte der Beifahrer die Polizei und informierte sie über die Route, die der 23-Jährige durch das Stadtgebiet nahm. Eine Streifenwagenbesatzung konnte mit diesen Infos mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn die Verfolgung übernehmen. Der Beschuldigte hat keinen Wohnsitz in Deutschland Der Flüchtige zeigte sich davon unbeeindruckt und erhöhte innerorts seine Geschwindigkeit von 80 km/h noch auf Tempo 110, teilte die Polizei mit. Dabei überquerte der Mann weitere Kreuzungen trotz Rotlicht. An der Ecke Petershäger Weg/Hahler Straße konnte ein Unfall nur durch Bremsen der querenden Fahrzeuge vermieden werden. Auf der Zähringer Allee überholte der 23-Jährige waghalsig vor ihm fahrende Fahrzeuge und gefährdete den Gegenverkehr. Schließlich stoppte der 23-Jährige auf dem Molkereiweg seinen Wagen und ließ sich widerstandslos festnehmen. Da die Eigentumsverhältnisse des Peugeot mit polnischen Kennzeichen zunächst unklar waren, wurde das Fahrzeug sichergestellt. Eine Richterin erließ am Sonntag Haftbefehl gegen den aus Serbien stammenden Mann wegen Fluchtgefahr. Der Beschuldigte hat keinen Wohnsitz in Deutschland und wurde in der Vergangenheit bereits einmal nach Ablehnung seines Asylantrags abgeschoben, heißt es.

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