Enstspannte Stimmung auf dem Konzertgelände in Minden. - © Sebastian Külbel (MT)
Enstspannte Stimmung auf dem Konzertgelände in Minden. | © Sebastian Külbel (MT)

Minden Polizei zieht nach Konzert der Toten Hosen positive Bilanz

Minden (mei). Das Tote-Hosen-Konzert auf Kanzlers Weide in Minden verlief aus Sicht der Polizei ohne größere Probleme. 40.000 Musikfans genossen am Samstag das Festival am Mindener Weserufer. Nicht nur die Anreise der Fans verlief friedlich. Auch der Abreiseverkehr gestaltete sich aus Sicht der Polizei überwiegend störungsfrei, teilte die Pressestelle noch Samstagnacht mit. Laut Polizei erwies sich die Trennung des Autoverkehrs von den das Gelände verlassenen Fußgängern als positiv. Während der Fahrzeugverkehr über die Hausberger Straße in Richtung der Auffahrt zur B 65 als Einbahnstraße gelenkt wurde, konnten die Fußgänger über die gesperrte Weserbrücke und die Kaiserstraße sowohl in Richtung der Innenstadt als auch zum Bahnhof ungefährdet den Heimweg antreten. Wie erwartet, kam der abfließende Verkehr über die Hausberger Straße und die B 65 sowie im weiteren Verlauf über die B 482 in Richtung Autobahnauffahrt in Porta Westfalica aufgrund der enormen Zahl der Fahrzeuge nur zäh fließend weiter. Vier Platzverweise Bis 2 Uhr registrierten die Einsatzkräfte lediglich vier Platzverweise und eine Strafanzeige wegen Körperverletzung. Dieses Ermittlungsverfahren kommt auf einen 34-jährigen Mann aus Lippe zu. Der hatte alkoholisiert auf dem Gelände uriniert. Statt sich dem Sicherheitspersonal zu fügen, beantwortete der Mann die Anweisungen mit einem Faustschlag. Die hinzugerufenen Polizisten stellten die Personalien des Mannes fest und sorgten dafür, dass der 34-Jährige das Konzertgelände verließ. Außerdem kümmerten sich die Beamten um die Schlichtung eines kleineren Streits und einer Vermisstenmeldung. Zudem wurden einige Verkehrsbehinderungen gemeldet. Ein Anwohner der Dankerser Straße hatte gemeldet, dass dort einige Konzertbewohner unberechtigt ihre Fahrzeuge abgestellt hatten. Auch die Wasserschutzpolizei verzeichnete keine besonderen Vorkommnisse. Die Beamten hatten von ihrem Boot aus auf der Weser einen Blick auf das Festival-Gelände. Nach Auskunft der Bundespolizei verlief der Reiseverkehr auf dem Bahnhof reibungslos. Feuerwehr, Rettungsdienst, DRK und DLRG waren rund um das Konzert mit 279 Kräften im Einsatz. Der Sanitätsdienst versorgte vor Ort insgesamt 133 Personen. 20 Patienten wurden mit dem Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser transportiert, teilte die Einsatzleitung der Feuerwehr Minden mit. Während des Konzerts kam es zu einem erhöhten Transportaufkommen beim Rettungsdienst. Gegen 23 Uhr wurden aus diesem Grund zur Unterstützung zunächst weitere Rettungs- und Krankentransportwagen aus Herford angefordert. Da sich die Lage bis etwa 0 Uhr entspannte, konnte dieser nachgeforderte Patiententransportzug laut Feuerwehr jedoch abbestellt werden.

realisiert durch evolver group