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RAHDEN-PR. STRÖHEN Ein grenzüberschreitendes Volksfest

Pr. Ströher Gewerbetreibende feierten gelungenen Start der Herbstleistungsschau /Kurzweilige Eröffnungsfeier

24.09.2012 | Aktualisiert vor 0 Minuten
Mit Bällen, antiken Tierknochen, Messern und Fackeln verstand "Fahrend Volker" ebenso gekonnt umzugehen wie mit Worten. Schabernack war nach alter Gauklertradition natürlich nicht ausgeschlossen. - © FOTOS: ANJA SCHUBERT
Mit Bällen, antiken Tierknochen, Messern und Fackeln verstand "Fahrend Volker" ebenso gekonnt umzugehen wie mit Worten. Schabernack war nach alter Gauklertradition natürlich nicht ausgeschlossen. | © FOTOS: ANJA SCHUBERT

Rahden-Pr. Ströhen. Auf "die Alten" ist Verlass. Das bewies Martin Dieker zum Auftakt des Pr. Ströher Marktes am Samstagmorgen. Der Ehrenvorsitzende der ortsansässigen Gewerbetreibenden übernahm kurzfristig die Moderation der Eröffnungsveranstaltung für den krankheitsbedingt verhinderten Hans Junchen und hieß die Gäste im voll besetzen Festzelt willkommen.

Kurzweilig, mit tänzerischen Darbietungen und viel Humor sorgte die Eröffnungsfeier, mit der zugleich die Seniorenveranstaltung der Stadt Rahden der höher betagten Generation eine willkommene Abwechslung bot, für einen gelungenen Start in ein buntes Marktwochenende. Schlag auf Schlag jonglierte sich "Fahrend Volker", Gaukler aus Leidenschaft durch sein teilweise "heißes" Programm.

Mit Bällen, antiken Tierknochen, Messern und Fackeln verstand er es ebenso gekonnt umzugehen wie mit Worten, Schabernack nach alter Gauklertradition natürlich nicht ausgeschlossen. Auch den Seiltrick hatte am Ende niemand durchschaut.
Die Pr. Ströher Jugend stand ebenso wie "DJ Willi" zur Eröffnung ebenfalls "Gewehr bei Fuß".

Die drei Kindertanzgruppen unter Leitung von Kirstin Bollhorst bewiesen zu modernen Klängen und mit einfallsreicher Choreographie ihre Bühnentauglichkeit und ernteten viel Beifall.
Kein langes Federlesen machte Hermann Seeker in Sachen Fassanstich.

Präzise, professionell und mit eigenem Hammer versetzte Pr. Ströhens Ortsvorsteher dem Zapfhahn schnell den entscheidenden Schlag, der den Gerstensaft fließen ließ.

Ein wenig zögerlich, dass süße Kunstwerk zu zerstören, ging hingegen Rahdens stellvertretender Bürgermeister Wilhelm Kopmann beim traditionellen Anschnitt der Markttorte zu Werke. Es schien zu munden, denn die Verkostung hinterließ strahlende Gesichter.

Nach mittäglicher Stärkung traf die muntere Runde geladener Gäste beim Rundgang durch die Gewerbeschau auf gut gelaunte Aussteller, die mit ihrer Gastlichkeit, neuen Produkten und bodenständiger Kundenpflege die Besucher des Öfteren einmal ein bisschen länger als geplant verweilen ließen. Gleich ob auf dem Freigelände, wo Imbissstände, Jahrmarktbuden und Fahrgeschäfte neben Landmaschinen – und Autoschau einen zusätzlichen Reiz boten, oder in der Reithalle – es gab einiges zu schauen und auszuprobieren, und natürlich auch zu gewinnen. Dafür sorgten nicht nur das Glücksraddrehen für die Kinderverlosung und die Volleyball-Damen, die eifrig die Glücksnummern für die große Hauptverlosung der Werbegemeinschaft am gestrigen Abend unters Volk brachten.

Kurioses wie Dirndl-Bekleidung mit dem anmutenden Modellnamen "Almenrausch-Modell Bambi" am Stand der Raiffeisengenossenschaft und ausgefallenes Exotisches wie Pitahaya, Rambutan und Pepino, dass am Stand des Auemarktes gekostet werden durfte, reihten sich in den Reigen der liebevoll ins Licht gerückten Produktvielfalt auf den Ausstellungsflächen ein.

"Man bilde einen Halbkreis und die Globalisierung kann beginnen", scherzte ein gut gelaunter Heino Witte, der in Vertretung für Wagenfelds Bürgermeister Wilhelm Falldorf unter den Ehrengästen die Fahnen der niedersächsischen Nachbarn hochhielt.
Gleich ob Schwaten, ein frisch Gezapftes oder doch gänzlich promillelos – in lockerer Runde wurde die grenzübergreifende interkommunale Zusammenarbeit sorgsam bis in die Abendstunden gepflegt.

Mit der Band "Slapstick" ging der erste Tag der Herbstleistungsschau in eine lange Nacht.

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